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EU will Batteriezellenproduktion in Europa vorantreiben

Bis zur Sommerpause sollen „erkennbare Fortschritte“ beim Aufbau einer europäischen Batteriezellen-Fertigung erzielt werden.

„Europa braucht eine eigene Produktion, und zwar in vielen EU-Mitgliedsstaaten“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nach einem Treffen mit Maros Sefcovic, dem für die Energieunion zuständigen Vizepräsidenten der EU-Kommission, am Montag in Berlin. „Wir müssen alternative Antriebe jetzt marktfähig machen“, erklärte Altmaier. Es gehe in den kommenden Monaten darum, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die EU-Kommission werde dazu schon bis Mai einen „sehr konkreten Maßnahmenplan“ vorlegen, sagte Sefcovic. „Wir wollen, dass bei der Elektromobilität die besten Autos aus Europa kommen, mit den effizientesten Batterien. Zudem brauchen wir eine sehr gut ausgebaute Ladeinfrastruktur“, erklärte der Kommissionsvizepräsident weiter. Nach früheren Aussagen Altmaiers ist für den Aufbau einer Batteriezellenfertigung in Europa ein zwei- bis dreistelliger Milliardenbetrag notwendig.  

Abhängigkeit von asiatischen Herstellern droht

Ende Februar hatte der Technologiekonzern Bosch mitgeteilt, auf den Aufbau einer eigenen Zellfertigung zu verzichten. Deutschland hat derzeit noch keine große kommerzielle Batteriezellen-Fertigung. Derzeit dominieren asiatische Hersteller den Weltmarkt, es drohen Abhängigkeiten. Steigt die Bedeutung der Elektromobilität, dürfte die Nachfrage zügig in die Höhe schnellen. (hil)