Feldversuch: Elektroautos als Stromspeicher

Lichtblick und VW planen einen Feldversuch, in dem Elektroautos bei Bedarf Strom ins Netz speisen und deren Besitzer Geld damit verdienen.

Das Pilotprojekt mit dem Namen INEES (Intelligente Netzanbindung von Elektrofahrzeugen zur Erbringung von Systemdienstleistungen) soll nach Informationen des "Spiegels" im November diesen Jahres starten. In dem einjährigen Feldversuch erhalten 20 Testhaushalte von VW ein Elektroauto, den e-up!, das so umgebaut wird, dass seine Batterien bei Bedarf Strom ins Netz speisen können. Das Technikunternehmen SMA liefert den Haushalten zwei Ladestationen für zu Hause und den Arbeitsplatz.

Lichtblick steuert die Software hinzu, die u. a. in Echtzeit den Ladezustand der Batterien in den Testfahrzeugen misst und die aktuellen Strompreise auswertet. Auf Basis dieser Daten werden die Testfahrzeuge be- und entladen. Lichtblick kann bereits seit 2008 auf Erfahrungen im Bereich intelligenter Steuerung verweisen: Das Unternehmen steuert derzeit 766 Blockheizkraftwerke mit einem sog. Schwarmdirigenten.

Uwe Leprich, Leiter des Instituts für Zukunfts-EnergieSysteme ist jedoch skeptisch: "Dass Batterien von Elektroautos als flexible Speicher eingesetzt werden, sehe ich in frühesten 15 bis 20 Jahren", sagte Leprich dem Spiegel. (sg)