Eswe-Vorstandsvorsitzender Ralf Schodlok an einer Ladesäule des Wiesbadener Versorgers.
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Geospin optimiert Standorte der ESWE-Ladesäulen

Wenige Wochen nach Bekanntgabe der Kooperation zwischen Thüga und dem Startup macht Wiesbaden die Probe aufs Exempel.

Im Juni beteiligte sich die Stadtwerke-Kooperation Thüga am Geodaten-Startup Geospin. Zu den Fähigkeiten des Unternehmens gehört beispielsweise, den besten Platz für eine Ladesäule zu finden. Gleich nach Bekanntgabe der Kooperation hat der Wiesbadener Versorger ESWE die Probe aufs Exempel gemacht.

Die ESWE baut bereits seit einigen Jahren ein Ladenetz in Wiesbaden auf. „Über die Thüga-Innovationsplattform haben wir von der Standortoptimierung erfahren und waren sofort interessiert“, sagt Sergej Stimeier, Referent Unternehmensstrategie bei der ESWE. „Wir wollten schnellstmöglich mit dem Projekt beginnen und mussten sogar nochmal warten bis der Rahmenvertrag zwischen Thüga und Geospin geschlossen war.“

Die Eswe-Liste war überraschend gut

Dabei hat die ESWE zwei Analysen beauftragt. Bei der ersten Analyse prognostiziert der Algorithmus innerhalb definierter Postleitzahlengebiete die besten Standorte für neue Ladesäulen, zusammen mit einer hochgerechneten Auslastung. Gleichzeitig haben die Wiesbadener eine eigene Liste mit potenziellen Standorten erstellt. „Einige Standorte haben in beiden Analysen übereingestimmt, andere waren neu für uns, aber unsere Liste war überraschend gut.“

Die Säulen sollen primär für das Zwischenladen zur Verfügung stehen. „Zwischenladen“ ist einer von mehreren Anwendungsfällen, die für Ladesäulenplanung dienen können. Dabei wird mit einer Ladezeit von etwa einer bis drei Stunden gerechnet – beim Einkaufen oder beim Arztbesuch.

20 mögliche neue Standorte

Am Ende des Projekts ist eine Liste mit 20 möglichen Standorten entstanden, bei denen die Netzbedingungen und die prognostizierte Auslastung stimmen. ESWE wird auf Basis der Potenzialanalyse und mit Fördermitteln des Landes Hessen ein erstes, flächendeckendes Netz an Ladeinfrastruktur, bestehend aus zusätzlichen 20 Ladesäulen mit 40 Ladepunkten in Wiesbaden errichten.

Interessant war auch ein weiteres Ergebnis der Standortanalyse: Auch die bereits bestehenden Ladesäulen wurden vom Algorithmus bewertet. Dabei sei herausgekommen, dass die ESWE bislang gute Standorte gewählt haben. (wa)