Die Stadt Hamburg will analysieren, wie sich neue Mobilitätsformen in die bestehenden Verkehrsinfrastrukturen integrieren lassen - Elektroroller machen den Anfang.
Bild: @ Wunder Mobility

Hamburg analysiert Elektroroller-Nutzung

Mit einer neue Plattform des Unternehmens Wunder Mobility visualisiert die Hansestadt neue Mobilitätsangebote.

Nachhaltige Mobilitätskonzepte sollen helfen, dass Städte nicht im Autoverkehr ersticken. Doch wer nutzt die neuen Mobilitätsdienste für welche Strecken und warum? An den entsprechenden Daten sind nicht nur die Anbieter interessiert, sondern auch die Städte - schließlich müssen sie die zentralen Entscheidungen zum Aus- oder Umbau der Verkehrsinfrastruktur treffen.

Die Stadt Hamburg startet dafür nun die erste Plattform zur Visualisierung neuer Mobilitätsangebote, die in Kooperation mit dem Unternehmen Wunder Mobility entwickelt und betrieben wird. Ziel ist, das Zusammenspiel neuer Mobilitätsangebote und der bestehenden Verkehrsinfrastruktur zu betrachten.

So gibt es beispielsweise in Hamburg derzeit vier Anbieter von Leih-Elektrorollern. Bereits im Sommer hatten die Stadt mit den vier Anbietern gemeinsame Regeln für die Bereitstellung vereinbart. Dazu gehört auch, dass die Betreiber Informationen an die Stadt über die Nutzung der Roller liefern.

Die Roller sind nur der erste Schritt

Wunder Mobility liefert nun die Technologie für die Softwarelösung zur Aufbereitung, Auswertung und Visualisierung der Informationen und unterstützt die Stadt in der Datenanalyse. Die neu geschaffene Plattform soll den verantwortlichen Stellen in Stadt- und Verkehrsplanung Informationen zur Nutzung der neuen Dienste jederzeit aktuell zugänglich machen. Nach Angaben von Gunnar Froh, Gründer und Chef von Wunder Mobility, wird die neue Plattform künftig neben E-Tretrollern auch andere Mobilitätsdienstleistungen wie Car-, Roller-, Fahrrad- und Ridesharing-Dienste erfassen können.

„Die Stadt Hamburg ist entschlossen, europaweit Maßstäbe für nachhaltige Mobilitätskonzepte zu setzen. Die Kooperation mit Wunder Mobility gibt uns hierbei die Möglichkeit, genauer zu verstehen, welche Anforderungen die neue Mobilität an uns als Stadt stellt und welche Maßnahmen zu treffen sind, um ein effizientes Zusammenspiel der unterschiedlichen Mobilitätsdienste zu gewährleisten”, so Hamburgs Wirtschafts- und Verkehrssenator Michael Westhagemann. (wa)