Jeder vierte Versorger investiert in E-Mobilität

Das ergab die Studie "Branchenkompass 2012 Energieversorger" von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut.

Während gut 25% der Energieversorger schon kurzfristig auf dem Gebiet E-Mobilität investieren, planen sogar fünf von sechs Energieversorgungsunternehmen in diesem Bereich aktiv zu werden. Da für die zum Teil komplexen Projekte die notwendige Energie weitestgehend aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden soll, müssen die Konzepte in die Planung zur Energiewende integriert werden.

Eine Million Elektrofahrzeuge sollen bis 2020 auf deutschen Straßen zugelassen sein. Das sieht zumindest der "Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität" der Bundesregierung vor. Steria Mummert Consulting zufolge wurden bis Ende 2011 2154 Elektroautos neu angemeldet. Um dem angestrebten Ziel nahe zu kommen, seien nicht nur die Automobilhersteller sondern ebenso die Energieversorgungsunternehmen gefragt. "Für die Energieversorger eröffnen sich völlig neue Geschäftsfelder. Neben der Errichtung von Stromzapfsäulen können sie beispielsweise Carsharing-Angebote aufbauen oder in Joint Ventures die Abrechnungsprozesse übernehmen", so die Energieexperten von Steria Mummert Consulting.

Erneuerbare Energien "sollten mit intelligenten Systemen für die E-Mobilität nutzbar gemacht werden" raten die Experten von Steria Mummert Consulting darüber hinaus. Wenn dies gelänge, könnten die Elektrofahrzeuge sogar dazu verwendet werden, unerwartet hohe Strommengen infolge extrem sonnen- oder windreicher Zeiträume dezentral zu speichern. (msz)