Ladesäulen: Startschuss für Bundesprogramm

Die EU gibt grünes Licht für das 300-Millionen-Förderprogramm des Bundes. Ab März können die Kommunen Förderanträge stellen.

Die EU-Kommission hat gestern das 300-Millionen-Euro-Förderprogramm von Bundesminister Alexander Dobrindt genehmigt. Ziel ist der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur mit bundesweit 15 000 Ladesäulen. Ab März können private Investoren, Städte und Gemeinden Förderanträge stellen.

5000 Schnellladestationen und 10 000 Normalladestationen

Mit dem Programm unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) den Aufbau von 5000 Schnellladestationen und von 10 000 Normalladestationen. Die Förderung umfasst neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.

Das Bundesprogramm Ladeinfrastruktur ist Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem das BMVI den Aufbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge unterstützt. Hierzu zählt auch das E-Tankstellenprogramm auf Autobahnen und das Förderprogramm zur batterieelektrischen Elektromobilität mit rund 30 Mio. Euro pro Jahr für die Kommunen.

BDEW rechnet mit reger Nachfrage von Unternehmen

Der BDEW begrüßte in einer ersten Stellungnahme das Förderprogramm. "Ich bin überzeugt davon, dass viele Mitgliedsunternehmen rasch Anträge stellen werden", sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Auch der Energieversorger Eon begrüßte den Förderaufruf der Bundesregierung ausdrücklich. Eon werde sich in einem ersten Schritt mit mehr als 250 Ladepunkten am Förderprogramm beteiligen, heißt es. Zahlreiche davon sollen auch im ländlichen Raum errichtet werden und frei zugänglich sein.

Beim Auf- und Ausbau dieser Infrastruktur verstehe sich Eon auch über ihre Regionalversorgungsunternehmen Avacon, Bayernwerk, Edis und Hansewerk als Partner von Kommunen und Unternehmen, die eigene Ladepunkte aufbauen wollen. Für Interessenten hat das Unternehmen unter www.eon.com/foerdermittel eine eigene Kontaktseite eingerichtet. (hoe)