Bis zum Jahresenede soll es neue Richtlinien für alle E-Automobilisten geben. Schon jetzt gibt es Angebote für bessere Preisvergleiche beim Strom für E-Autos. Bild: © Lichtblick

Neues Vergleichsportal für Autostromprodukte

Die GET AG bietet neue Produkte zum Vergleich von Strompreisen. E-Mobilisten sollen so durch ihre Energieversorger dazu bewegt werden, sich E-Autos anzuschaffen.

Die Elektromobilität wird sich nur durchsetzen, wenn die Rahmenbedingungen zur Installation privater Ladeinfrastruktur verbessert werden können. Denn bislang wird vorhandenes Potenzial von EVU längst nicht ausgeschöpft. Daher bietet die GET AG mit ihrem „Cockpit“, der firmeneigenen Software also, eine Lösung zur Kalkulation passender Ladetarife für E-Autofahrer. So sollen Energieversorger die Basis zur nachhaltigen Akquise einer attraktiven Verbrauchergruppe erhalten.

Laut dem jüngsten KfW-Energiewendebarometer erwägt jeder vierte Haushalt die Anschaffung eines E-Autos. Legt man die Zahl von circa 12 Mio. Einfamilienhausbesitzern zu Grunde, die relativ selbstbestimmt auf dem eigenen Grundstück eine Lademöglichkeit installieren lassen können, ergibt sich ein Marktvolumen von rund drei Mio. „Elektromobilisten“ mit Einfamilienhaus. Die GET AG möchte Energieversorger mit Instrumenten versorgen, die zur Akquise dieser potenziellen Kunden geeignet sind.

Transparenz als Kriterium für den Markteintritt

Über das „Cockpit“ der GET AG können bundesweit die Ladetarife für E-Autos vergleichen werden. Grundlage für das neue Angebot sind neben der cloudbasierten Softwarelösung die deutschlandweit von der GET AG recherchierten Marktdaten. Verbrauchern und interessierten Fahrzeughaltern soll durch die Markttransparenz der Einstieg in die E-Mobilität erleichtert werden. Aus Angebotsvergleichen lässt sich abschätzen, wie schnell sich die Investitionen in rein batteriebetriebene E-Autos beziehungsweise Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge oder in die Ladeinfrastruktur wie eigene Wallboxen amortisieren.

Bislang richtet die GET AG ihr Augenmerk vor allem auf Hausbesitzer. Denn Mieter ohne eigenen Stellplatz oder Bewohner von Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage haben kaum eine Chance, ihr Elektroauto zu Hause aufzuladen. Für die Installation von Wallboxen existieren neben technischen Problemen hohe rechtliche und regulatorische Hindernisse: So verlangt das Wohnungseigentumsgesetz (WEG), dass bei Umbauten am Gemeinschaftseigentum alle Miteigentümer zustimmen müssen. Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz will aber bis Ende des Jahres einen Gesetzentwurf vorlegen, der hier Abhilfe schafft. (sig)