Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (links) und Postvorstand Jürgen Gerdes präsentierten in Aachen den tausendsten Street-Scooter. Dieser wird bei der Paket- und Briefzustellung eingesetzt. Bild:© Deutsche Post

Post stellt gesamte Flotte auf Elektrotransporter um

Der Logistikkonzern will ab kommenden Jahr jährlich 10 000 seiner selbst entwickelten Elektrofahrzeuge in Aachen produzieren lassen.

Die Deutsche Post und das Bundesumweltministerium haben gestern bei einem Pressetermin in Aachen ihren tausendsten Streetscooter vorgestellt, an der Veranstaltung nahm auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks teil. Der von der Posttochter Street-Scooter GmbH gemeinsam mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen entwickelte Elektrotransporter wird in der Brief- und Paketzustellung, vor allem in kleineren und mittleren Städten, eingesetzt.

Ab kommendem Jahr soll nun der Einstieg in die Serienfertigung erfolgen, ab dann will die Deutsche Post jährlich 10 000 Street-Scooter produzieren. Mittelfristig plant der Logistikkonzern, seine Zustellflotte in Deutschland komplett durch die Elektrofahrzeuge zu ersetzen. Diese Street-Scooter haben eine Reichweite von maximal 80 Kilometern und fahren bis zu 80 km/h schnell. Sie verfügen über eine Leistung von bis zu 30 kW, die von einer Lithium-Ionen-Batterie und einem Asynchronmotor erzeugt wird.

"Mit unseren Street-Scootern realisieren wir das bislang größte Mobilitätsprojekt in Deutschland", erklärte Postvorstand Jürgen Gerdes. Die Post setze mit dem Ausbau ein deutliches Zeichen, betonte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Die Paketzustellung sei ein Pioniersegment der Elektromobilität. Das Bundesumweltministerium förderte die Herstellung der ersten 1000 Street-Scooter im Rahmen des Projekts "CO2-freie Zustellung" mit 9,5 Mio. Euro. (hoe)