Mit dabei im Auto: Die App simuliert, ob die Alltagstouren für ein E-Auto tauglich sind. Und welches Fahrzeug dafür am besten geeignet wäre.
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Realitäts-Check für E-Autos

Lohnt sich der Umstieg auf einen Stromer und wenn ja, auf welchen? Eine App von DEW21 gibt Auskunft. Nutzer nehmen dazu das Handy mit ins Auto, so dass das Programm während der Alltagsfahrten Verbrauch und Reichweiten eines E-Auto simuliert.

Die neue "fahr-e"-Simulator-App soll künftig zeigen, ob sich der Umstieg auf E-Antrieb lohnt. Die Dortmunder DEW21 stellt die Lösung im Rahmen eines Forschungsprojekts von der Universität Köln und green|connector kostenlos zur Verfügung. „Mit der App möchten wir allen Interessierten die Chance geben, einmal ganz konkret auszuprobieren, ob ein E-Auto für die eigene Mobilität die richtige Lösung ist und den Realitäts-Check mühelos besteht,“ erklärt Heike Heim, Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung.

Die neue App begleitet die Nutzer auf ihren alltäglichen Fahrten mit dem Pkw und simuliert analog dazu den Verbrauch und die Reichweiten eines Elektrofahrzeugs. Aus einer Datenbank lassen sich etwa 80 E-Fahrzeugen auswählen. Bei jeder Fahrt, die aufgezeichnet wird, startet die App das GPS und simuliert auf Basis der Fahrdaten den Verbrauch und die Reichweite. Dabei werden Fahrzeugtyp, Strecke, Tempo und Fahrstil in die Berechnung mit einbezogen.

Erkenntnisse zum Nutzerverhalten

Nach zehn Fahrten erfolgt automatisch eine Auswertung, die dem Nutzer zeigt, ob ein E-Auto für ihn Sinn macht und welches Fahrzeug die individuell beste Wahl ist, „im Sinne des Datenschutzes werden die Fahrtdaten selbstverständlich anonymisiert erfasst,“ versichert Heim.Die App soll aber auch während jeder Autotour zeigen, wie weit die Batterie gefüllt wäre und welche Strecke noch zurückgelegt werden könnte. Nach der Fahrt wird der Nutzer gefragt, ob er vor Ort sein Fahrzeug aufladen kann.

„Ziel ist es, neben den konkreten Vorteilen für unsere Kunden, Erkenntnisse über Nutzerverhalten und Entwicklung der E-Mobilität zu gewinnen,“ erläutert Heim. „Wir erhoffen uns dadurch auch Hinweise auf potenzielle Ausbaubedarfe im Netz, damit wir die Ladeinfrastruktur für die Dortmunder optimal weiterentwickeln können.“ Die Datenerfassung für das Forschungsprojekt läuft bis Ende 2019. Auch danach soll die App für Interessierte weiterhin kostenlos zur Verfügung stehen. (sg)