Siemens und der chinesische Autohersteller BAIC wollen ein Gemeinschaftsunternehmen für hocheffiziente elektrische Fahrzeugantriebe gründen. Siemens

Siemens steigt wieder ins Automobilgeschäft ein

Siemens plant, gemeinsam mit der chinesischen BAIC Fahrzeugantriebe für Elektroautos zu fertigen.

Auf der 13. Internationalen Pekinger Automobilausstellung haben Siemens und die Beijing Automotive Industry Holding Co. Ltd. (BAIC), einer der größten chinesischen Automobilhersteller, eine Vereinbarung über ein Joint Venture für elektrische Fahrzeugantriebe unterzeichnet. Die "Beijing Siemens Automotive E-Drive System Co. Ltd" soll künftig sowohl für hybrid- als auch für rein batteriebetriebene Elektrofahrzeuge Motoren und Umrichter produzieren.

Noch in diesem Jahr wird eine Prototypen- und Kleinserienfertigung starten, ab 2015 ist dann die Großserienfertigung mit einem Volumen von mehr als 100 000 Einheiten in einem Pekinger Werk geplant. Dabei sehen beide Partner großes Potenzial für noch größere Produktionskapazitäten, teilt Siemens in einer Presseerklärung mit.

Damit steigt Siemens, sieben Jahre nach dem Verkauf der Autoelektroniksparte, erneut in das Automobilgeschäft ein und konzentriert sich dabei zunächst auf einen der größten Märkte für E-Mobilität. Denn: Die hohe Luftverschmutzung in chinesischen Städten hat dazu geführt, dass die Regierung in Peking die Verbreitung von Elektroantrieben mit Nachdruck fördert, wie dies kaum anderswo der Fall ist. Siemens behält sich jedoch vor, in Zukunft auch mit anderen Herstellern zusammenzuarbeiten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". (msz)