Der Solaris Urbino 12 hydrogen fährt mit einer Brennstoffzelle.
Bild: © Solaris

Solaris zeigt neuen Wasserstoffbus

In Stockholm präsentiert der Hersteller ein Modell mit Brennstoffzelle und ein neu gestaltetes batterieelektrisches Fahrzeug.

Auf dem derzeit stattfindenden UITP Global Public Transport Summit 2019 in Stockholm präsentiert Solaris zwei emissionsfreie Busse. Erstmals zu sehen ist der Brennstoffzellen-Bus Solaris Urbino 12 hydrogen. Das zweite Fahrzeug ist der Solaris Urbino 12 eletric im neuem Design, das seit Januar dieses Jahres alle neuen Modelle des polnischen Herstellers kennzeichnet.

Aus Sicht von Solaris werden wasserstoffbetriebene Busse keine Konkurrenz zu Batterie- oder Oberleitungs-Bussen darstellen. "Diese Technologien werden sich perfekt ergänzen und aus dem technischen Fortschritt bei elektrischen Antrieben und ihren Komponenten schöpfen können", heißt es aus dem Unternehmen. Wasserstoff-Brennstoffzellen sind relativ klein und erzeugen Strom während des Fahrzeugbetriebs. Sie eignen sich daher, wenn eine hohe Reichweite nötig ist. Die Betankung mit Wasserstoff dauert kurz, ist bequem und unterscheidet sich kaum von der Benzinbetankung.

Vom Range Extender zur Haupt-Energiequelle

Bislang baute Solaris unter anderem Batteriebusse mit Brennstoffzelle als Range Extender. Beim neuen Modell ist es umgekehrt. In den Bussen wird ein Brennstoffzellen-Paket mit einer Leistung von 60 kW verwendet. Daneben sind die Fahrzeuge mit einer kleinen Traktionsbatterie ausgestattet, die die Brennstoffzelle in Zeiten des höchsten Energiebedarfs unterstützen soll. Die Batterie wird mit Wasserstoffenergie versorgt, es besteht auch die Möglichkeit, sie per Stecker nachzuladen.

Um den Energieverbrauch möglichst gering zu halten, wird ein System zur Sicherstellung des Klimakomforts mit einer CO2-Wärmepumpe montiert, das die Abwärme aus der Brennstoffzelle nutzt. Diese Lösung gewährleistet Effizienz und eine noch höhere Reichweite. (wa)