Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm betreiben aktuell 96 Ladepunkte, weitere 24 sind geplant. Das Bild zeigt die Ladestation in der Sterngasse in der Ulmer Innenstadt. Zu sehen sind Wolfgang Rabe (rechts), Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH, und Dirk Feil, Geschäftsführer der Sanierungstreuhand Ulm. Bild: © SWU

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze planen acht Schnellladesäulen und Ladestromtarif

Der Kommunalversorger baut die Ladeinfrastruktur in seinem Netzgebiet weiter aus. Die an den SWU-Säulen geladenen Strommengen sind deutlich gestiegen.

Rund 380 000 Euro investiert die Netzgesellschaft der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) im laufenden Jahr in acht Schnellladesäulen inklusive Tiefbauarbeiten und Netzanschluss. Erste Stationen sollen im ersten Quartal in Betrieb gehen, teilt das kommunale Unternehmen mit. Sechs der Säulen werden in Ulm stehen, weitere zwei in Neu-Ulm. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Infrastruktur fördert die Maßnahme mit rund 1400 000 Euro aus dem Ladeinfrastrukturprogramm. Jeder der neuen Standorte verfügt über zwei Gleichstrom-Ladepunkte mit je 50 kW Leistung und einen Wechselstrom-Ladepunkt mit 43 kW.

An den neuen E-Tankstellen sollen Kunden innerhalb von zwanzig Minuten den Ladezustand ihrer Batterien von 30 auf 80 Prozent anheben können, an den bestehenden Ladestationen dauert das aktuell bis zu drei Stunden. Aktuell betreiben die SWU in Ulm, Neu-Ulm und einigen Gemeinden 96 Ladepunkte an 47 Standorten. "Umgerechnet auf die Bevölkerung sind wir damit unter den Top Drei deutschlandweit", zitiert die "Südwestpresse" in ihrer gestrigen Ausgabe Stadtwerke-Chef Klaus Eder.

SWU sind Mitglied von ladenetz.de

Der Stromabsatz an den Ladestationen der SWU ist zwischen 2016 und 2017 spürbar angestiegen von 43 000 auf 160 000 kWh. Bisher war das Tanken kostenlos, doch im laufenden Quartal ist die Einführung eines Ladestromtarifs geplant. "Wir haben keinen Grund unseren Strom zu verschenken", so Eder weiter. Die SWU sind der Stadtwerkekooperation ladenetz.de beigetreten und erhalten dadurch Zugang zu einem einheitlichen Abrechnungsssystem.

Zwölf Straßenbahnen ersetzen zum Jahresende Dieselbusse im Linienverkehr

Auch im Fuhrpark planen die SWU einen Ausbau der Elektromobilität. Ab 9. Dezember diesen Jahres werden Dieselbusse auf der Linie 2 durch zwölf Straßenbahnen ersetzt. Dieser Schritt sei wichtig, man müsse E-Mobilität auf dem Gleis haben, erklärt der Stadtwerke-Chef. In Sachen Elektrobusse wird die SWU Verkehr in diesem Jahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Untersucht werden das Liniennetz, die Ulm/Neu-Ulmer Topographie, die Fahrzeugumläufe sowie Dienstpläne und Infrastruktur in Bezug auf den Einsatz von E-Bussen. In diesem Zusammenhang soll auch ein Elektrobus getestet werden. (hoe)