Von links: Infrastrukturminister Christian Pegel, die erste stellvertretende Bürgermeisterin von Neustadt-Glewe Dörte Ecks, Wemag-Vorstand Thomas Murche und Anett Bohnenberg, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Mecklenburg-Schwerin nehmen die erste Wemag-eigene Ladesäule für Elektrofahrzeuge in Neustadt-Glewe in Betrieb. Bild: © Wemag/Stephan Rudolph-Kramer

Wemag baut eigene Ladeinfrastruktur aus

Der Versorger will bis Ende des Jahres 150 Ladesäulen in Mecklenburg-Vorpommern betreiben. Neustadt-Glewe freut sich über die erste E-Tanke der Wemag mit Technik der neuen Generation.

Sie steht am Marktplatz, direkt im Stadtzentrum von Neustadt-Glewe – die erste eigene Ladesäule der Wemag. „Der Strom kann über alle gängigen Ladekarten für Elektrofahrzeuge, via App mit der EC-Karte oder der Kreditkarte bezahlt werden, aber auch per SMS über den Handy-Vertrag oder eine Prepaid-Karte“, erläuterte Thomas Murche, technischer Vorstand der Wemag das Bezahlsystem.

Die Ladesäule gehört zu einer neuen Technik-Generation. „Die Geräte können sich automatisch der vorgegebenen Ladeleistung des Fahrzeugs anpassen, sind aus der Ferne steuerbar und haben einen integrierten Netzanschluss, den unser Tochterunternehmen, die Wemag Netz, realisiert hat“, sagt Murche. Die Normalladestation besitzt zwei Anschlüsse mit einer Leistung von jeweils 22 Kilowatt.

Ausbau zunächst an sieben Standorten

Energieminister Christian Pegel dankte dem Versorger für seine Initiative und den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Westen von Mecklenburg-Vorpommern. Die Wemag wird zunächst an sieben Standorten im Netzgebiet eigene Ladestationen für Elektrofahrzeuge errichten. Die Förderzusage der zuständigen Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen erreichte das Unternehmen Ende des vergangenen Jahres.

Die nächste Stromtankstelle in Neustadt-Glewe wird bereits geplant und soll auf dem Parkplatz an der Burg gebaut werden. Weitere Standorte der Stromtankstellen sind in Warin, in Sternberg, in Crivitz, in Plau am See und in Bützow vorgesehen. Als Standorte wurden öffentliche Parkplätze gewählt, von denen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Geschäfte oder die Arbeitsstelle bequem zu Fuß erreicht werden können. Wichtigste Voraussetzung war jedoch die Nähe zu einer Transformatorenstation.

Produktlösungen für Privat- und Gewerbekunden sowie für Kommunen

Vor etwa fünf Jahren hat die Wemag damit begonnen, erste Ladesäulen im Auftrag ihrer Kunden im Land aufzustellen. 2017 waren es bereits 28 Stück. Dank der im vergangenen Jahr empfangenen Fördermittelzuschüsse vom Bund beziehungsweise Land können 2018 mindestens 60 weitere Ladepunkte ihren Dienst aufnehmen.

„Seit einigen Jahren konzipieren wir auch Produktlösungen für Privat- und Gewerbekunden sowie für Kommunen. Unser Angebot reicht von der reinen Beratungsleistung, über Lieferung und Installation von Ladetechnik, bis hin zur technischen Betriebsführung und der Abrechnung“, ergänzte der Wemag-Vorstand.

Bis Ende des Jahres mehr als 150 Ladesäulen

Zwei große Projektaufträge kamen 2017 aus der Schaalsee-Region sowie gemeinschaftlich aus den Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide, Sternberger Seenlandschaft und Bützower Land. Der Versorger will bis Ende 2018 mehr als 150 Ladepunkte in Mecklenburg-Vorpommern betreiben. (sg)