"Wir sind bestens gerüstet"

Stadtwerke Iserlohn begrüßen Starthilfe für Elektroautos und stellen ersten zehn Umsteigern auf Stromer intelligentes Ladekabel kostenfrei zur Verfügung.

Als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet der Geschäftsführer der Stadtwerke Iserlohn, Dr. Klaus Weimer, die Pläne der Bundesregierung, mit einer gezielten Förderung den Verkauf von Elektrofahrzeugen zu fördern. "Wir unterstützen die Pläne ausdrücklich, weil wir davon überzeugt sind, dass Elektromobilität bereits marktfähig ist."

Die ersten zehn Käufer von E-Fahrzeugen, die ihren Strom zum Laden ihres Fahrzeugs über die Stadtwerke beziehen wollen, erhalten das so genannte intelligente Ladekabel unentgeltlich. Damit wollen die Stadtwerke ihren Kunden zeigen, wie einfach der Wechsel vom Verbrenner zum Stromer ist.

In dem Kabel steckt das Abrechnungssystem, das so unkompliziert ist wie ein Handy-Vertrag. "Die Stadt und die Stadtwerke sind bestens gerüstet für mehr Elektrofahrzeuge, weil wir kein Infrastrukturproblem haben", sagt Vorstandssprecher Dr. Weimer. "Iserlohn ist eine der innovativsten Städte in Deutschland, die Elektromobilität seit Jahren durch ein ganzes Bündel an Maßnahmen fördert. Andere Städte beneiden uns darum".

Anders als in den meisten Kommunen müsse hier nicht mehr das "Henne-Ei-Problem" gelöst werden, wie es Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mit Blick auf fehlende Stromtankstellen bezeichnet. Allein im Iserlohner Stadtgebiet gibt es bereits 17 öffentliche Ladestationen, davon zwei Schnelllade-Säulen, je eine am Bahnhof in Iserlohn und am Bahnhof in Letmathe. Die Förderung der Elektromobilität erfolgt im Schulterschluss zwischen der Stadt, die die Infrastruktur stellt, und den Stadtwerken, die im Rahmen eines Pilotprojektes mit dem Berliner Unternehmen Ubitricity Heimatstrom zum Mitnehmen möglich macht. Bundesweit Vorreiter sind die Stadtwerke auch mit ihrer Kommunikationsstrategie: Besitzer von E-Fahrzeugen haben die Möglichkeit, direkt auf die Stadtwerke zuzugehen und ihren Wunsch-Standort für eine Ladesäule zu nennen. "Und der wird im Normalfall auch umgesetzt", so Dr. Weimer.

Mit der Ubitricity-Lösung ist eine eventgenaue Abrechnung möglich. (al)