Immissionsschutz: Dena fordert Anpassungen

Die Dena macht sich dafür stark, dass aus Power to Gas erzeugte Produkte auch in Deutschland als Biokraftstoffe anerkannt werden.

Deutschland hinkt bei den eigenen Klimaschutzzielen hinterher. Im Verkehrssektor sind die Kohlendioxid-Emissionen seit 1990 sogar leicht gestiegen. Das zeigte jüngst die Stellungnahme der Expertenkommission zum Monitoring-Bericht zur Energiewende auf. Einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Emissionen könnte Gas leisten, das aus erneuerbarem Strom gewonnen wird. Darauf weist die Strategieplattform Power to Gas der Deutschen Energieagentur (Dena) hin und plädiert nun für eine zügige Anpassung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.

"Mit Power to Gas könnten wir sofort ein Zeichen für die Energiewende im Verkehrsbereich setzen", so Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung. Um dieses Potenzial zu nutzen, müssten die durch Power to Gas erzeugten Produkte Wasserstoff und synthetisches Methan aber als Biokraftstoffe anerkannt werden. Nur dann können sie auch auf die Klimaziele einzahlen, so Kuhlmann.

Im September hatte die EU in ihren Richtlinien über die Qualität von Otto- und Dieselkraftstoffen und zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen diese Anerkennung bereits vollzogen, so die Dena weiter. Mit einer Anpassung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes könne nun auch Deutschland die Liste der Biokraftstoffe um erneuerbare Kraftstoffe, die nicht aus Biomasse, sondern mit Hilfe erneuerbaren Stroms hergestellt werden, erweitern. (hoe)