Großer Andrang bei der Präsentation des ersten Wasserstoffzuges im Kreis Düren: Landrat Wolfgang Spelthahn (3. v. l.) mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Alstom-Geschäftsführer Burkhard Reuter und dem Landtagsabgeordneten Dr. Ralf Nolten (v. l.)
Bild: © Kreis Düren

Kreis Düren möchte Wasserstoffzüge fahren lassen

Wolfgang Spelthahn, der Landrat des Kreises Düren, setzt auf wasserstoffbetriebene Fahrzeuge. Der Kreis investiert in die Infrastruktur und will zum Wasserstoff-Reallabor werden.

Der Kreis Düren hat das Thema Wasserstoff für sich entdeckt und will sich so bald wie möglich eigene Wasserstoffzüge zulegen. Auch die Anschaffung von wasserstoffbetriebenen Autos und Bussen ist geplant. "Wir setzen auf diese Technik", sagte Landrat Wolfgang Spelthahn am gestrigen Dienstag.

Er äußerte sich im Rahmen einer Testfahrt eines Wasserstoffzuges von Alstom, der erstmals auf der Strecke nach Jülich unterwegs war. Der blaue Zug hat nach Angaben des Kreises eine Reichweite von 1000 Kilometern, fährt bis zu 140 Stundenkilometer schnell und ist in 15 Minuten aufgetankt. "Das sind Werte, die ihn für den Einsatz auf längeren Strecken qualifizieren", ist Spelthahn überzeugt. Der Alstom-Zug ist der erste Wasserstoffzug, der in der gesamten Region unterwegs war, teilte der Kreis weiter mit.

Wasserstofftankstelle und Info-Zentrum geplant

Der Landrat würde den Kreis Düren gerne zu einem "Wasserstoff-Reallabor" machen und dort konkrete Projekte an den Start bringen. Derzeit ist der Kreis dabei, eine Infrastruktur aufzubauen. So soll mit Fördermitteln des Bundes in Höhe von 1,3 Millionen Euro eine Wasserstofftankstelle errichtet werden. Ein geplantes Wasserstoff-Info-Zentrum soll das Thema den Bürgern nahebringen. "Es gibt im Kreis Düren eine große Wasserstoffeuphorie", sagt Wolfgang Spelthahn. Der Kreis werde "am Ball bleiben". (amo)