Das Ländle braucht Wasserstoff-Tankstellen

Im Jahr 2021 werden rd. 100 Wasserstoff-Tankstellen allein in Baden-Württemberg erforderlich sein.

Dies ist das Ergebnis der vom Amtschef des Umweltministeriums, Ministerialdirektor Helmfried Meinel am 26. März in Stuttgart vorgestellten Studie „Wasserstoff-Infrastruktur für eine nachhaltige Mobilität - Entwicklungsstand und Forschungsbedarf”. Das Umweltministerium hatte die Studie beim Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg in Auftrag gegeben.

Die Studie zeigt den Handlungsbedarf zum Aufbau einer flächendeckenden Wasserstoff-Infrastruktur auf. Dabei orientiert sie sich an den Ankündigungen der Automobilhersteller. Fünf- bis sechsstellige Stückzahlen an Brennstoffzellenfahrzeugen sollen bereits in wenigen Jahren weltweit auf den Markt kommen. Ein gleichzeitiger Aufbau der entsprechenden Infrastruktur ist erforderlich. Aktuell gibt es in Deutschland 15 Wasserstoff-Tankstellen, davon fünf in Baden-Württemberg. Bis zum Jahr 2015 sollen mindestens 35 weitere Tankstellen hinzukommen. Die Landesregierung fördert derzeit im Rahmen eines Innovationsprogramms den erforderlichen Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur mit 4 Mio. €. Ab 2025 sei mit einer deutlichen Marktdurchdringung zu rechnen, bis dahin müsse ein flächendeckendes Tanknetz zur Verfügung stehen.

Der generelle Vorteil von Brennstoffzellen-Fahrzeugen, die ebenfalls von einem Elektromotor angetrieben werden und damit zu den Elektrofahrzeugen zählen, liege in deren großer Reichweite von mehreren Hundert Kilometern und deren schneller Betankung innerhalb von nur drei Minuten, erläuterte Helmfried Meinel. (msz)