Wasserstoff statt Kohle: So lautet die Devise für den Strukturwandel in der Lausitz - zumindest für den Standort Görlitz.
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Lausitz bekommt H2-Innovationshub

Siemens, der Freistaat Sachsen und die Fraunhofer-Gesellschaft wollen den Strukturwandel in der Lausitz unterstützen und planen hierfür einen Innovationscampus mit Wasserstoffschwerpunkt.

Das Siemens-Werksgelände in Görlitz soll in den kommenden fünf Jahren zur neuen Heimat von Start-ups, Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen werden und somit wirtschaftliche Perspektiven nach dem Kohle-Aus schaffen. So will es die Absichtserklärung, die der Freistaat Sachsen, die Fraunhofer-Gesellschaft und Siemens nun unterzeichnet haben.

In einem ersten Schritt wollen die Partner 30 Mio. Euro in den Ausbau des Standortes investieren und so etwa 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Neben einem eigenen Wasserstofflabor, in dem es neben der Erzeugung, auch um die Speicherung des Hydrofuels geht, werden Themen wie Digitalisierung, Automatisierung, Energietechnik und innovative Werkstoff- und Fertigungstechnologien auf dem Campus angesagt sein.

Innovationspotenzial soll in Görlitz auch im Bereich der dekarbonisierten Industrieprozesse ausgelotet werden. Siemens will diesbezüglich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausweiten. Dabei werden die Siemens-Forscher untersuchen, wie Wasserstofftechnologien den CO 2-Ausstoß in energieintensiven Industrien verringern können und neue, klimafreundliche Lösungen wie Speichertechnologien entwickeln. Immerhin hat sich Siemens zum Ziel gesetzt, den Standort bis 2025 zu einer CO2-neutralen Fabrik umzubauen. (ls)