Wer künftig auf sauberen Wasserstoff im Tank wert legt, sollte auf die Herkunftszertifikate der EU achten.
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Pilotversuch für H2-Herkunftsnachweise gestartet

Der Markt für Wasserstoff soll transparenter werden – den Anfang macht das europaweite Certif-Hy-Projekt mit 75.000 Herkunftszertifikaten für klimafreundlichen Wasserstoff.

Certif-Hy startet als Pilotversuch der EU, um "grünen" sowie CO2-armen Wasserstoff auf dem Markt kenntlich zu machen. Uniper und vier Wasserstoffhersteller (Air Liquide, Air Products, Nourvon und Colruyt Group) haben dazu 75.000 Herkunftsnachweise erstellt, die belegen, dass Wasserstoff mit Hilfe erneuerbarer oder kohlenstoffarmer Energiequellen produziert wurde.

Verbraucher aus Industrie und Verkehr können über das europaweite Register standortunabhängig H2-Zeritifikate kaufen. Stammt das Hydrogen aus Bioenergie, Wasser-, Wind-, oder Solarenergie, bekommt es das Siegel "Green Hydrogen", stammt der Wasserstoff aus effizienter, emissionsarmer Produktion – auf Basis konventioneller Energie –, erhält er das Prädikat "Low Carbon Hydrogen". Das Certif-Hy-System wird schrittweise mit den Stakeholdern des Projekts entwickelt. (ls)