Volvo und Hochbahn kooperieren bei Hybrid-Bussen

Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.): Andreas Laske (Leiter Elektrobusse Siemens AG), Håkan Agnevall (Präsident Volvo Bus Corporation), Günter Elste (Vorstandsvorsitzender Hochbahn), Thomas Hartmann (Geschäftsführer Volvo Busse Deutschland). Bild: Hochbahn AG

Drei dieser Volvo-Plug-in-Hybridbusse fahren in Hamburgs Innenstadt für die Hochbahn AG. Bild: Hochbahn AG

Auf einer Hamburger Innenstadtbuslinie sollen ab Jahresende nur noch unterschiedliche innovative Antriebstechnologien fahren.

Im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft will die Hamburger Hochbahn AG mit der Volvo Bus Corporation ab Jahresende drei sog. Plug-in-Hybridbusse in der Hansestadt einsetzen und erproben. Für die Beschaffung der drei Busse inklusive der notwendigen Ladeinfrastruktur ist ein Investitionsvolumen von knapp 4 Mio. € vorgesehen. Die Hochbahn AG ist bereits erprobt in innovativen Antriebstechnologien – seit 15 Jahren beschäftigt sie sich mit der Brennstoffzellentechnologie. Jetzt dehne man das Arbeitsfeld auf die Praxiserprobung von Batteriebussen aus, so das Verkehrsunternehmen. Es ist eines von 34 Partnern im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und mit 1400 Haltestellen das größte Verkehrsunternehmen im HVV-Einsatzgebiet.

Bei den neuen Bussen handelt es sich um diesel-elektrische Hybridbusse, die auf dem Busbetriebshof vorgeladen werden und so bis zu 10 km rein elektrisch fahren können. Im Vergleich zu aktuellen Dieselbussen reduziert sich lt. Herstellerangaben der Kraftstoffverbrauch mit der Plug-In-Technologie um bis zu 75 %. Auf der Strecke liefern Ladestationen den notwendigen Stromnachschub. Die dafür benötigte Infrastruktur entwickelt Siemens als technischer Partner. Die Ladeleistung von bis zu 300 kW decke den Energiebedarf auch für sehr anspruchsvolle Einsatzbedingungen von Elektrobussen und Elektro-Hybridbussen ab, so Andreas Laske, Leiter Elektrobusse bei Siemens.

Die drei Busse fahren auf einer Innenstadtbuslinie, auf der alle alternativen Antriebstechnologien der Hochbahn zum Jahresende eingesetzt werden. Ein internationales Novum, betont Hochbahn. "Wir werden mit der eingegangen Entwicklungspartnerschaft nun auch im Bereich der Batteriebus-Technologie vom Beobachter zum Treiber", sagt Hochbahn-Vorstandsvorsitzender Günter Elste, anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Hamburg. (sg)