Stephan Weil, Ministerpräsdient von Niedersachsen und ehemaliger VKU-Präsident
Bild: © Henning Scheffen/STK

Weil: „Alles daransetzen, Hemmnisse bei PtG abzubauen“

Bei der Besichtigung eines weiteren Netzanschlusspunktes in der Nordsee hat Niedersachsens Ministerpräsident eine Lanze für die Wasserstoffwirtschaft gebrochen.

Tennet hat bereits heute die von der Bundesregierung geforderten Netzanschlusskapazitäten in Nord- und Ostsee übertroffen. Allein die Nordsee hat Potenzial für einen Zubau der Windenergie von 180 GW bis 2045. Doch irgendwo muss der Strom an Land hin, die Umwandlung in Gas bietet hier eine wirtschaftliche und ökologische Chance für den Norden. Warum erklärt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil beim Baustellenbesuch des Offshore-Netzanschlusssystems „BorWin 5“.

„Niedersachsen steht bereit, um das volle Potenzial grünen Wasserstoffs auszuschöpfen“, sagt Weil und ergänzt: Hier existiere bereits die notwendige Infrastruktur für Speicherung, Transport und Verteilung großer Mengen von Wasserstoff. So könne aus den in Niedersachsen möglichen Innovationen eine Erfolgsstory für ganz Deutschland, Europa und für das Weltklima werden.

Reallabor als Vorbild

Es gebe eine Vielzahl niedersächsischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die sich intensiv mit Wasserstoff in verschiedensten Facetten beschäftigten. Ein gutes Beispiel dafür sei auch das als Reallabor für die Energiewende benannte Projekt „Element Eins“ von TenneT, Gasunie und Thyssengas, bei dem eine 100 MW starke Anlage zur Umwandlung von Windenergie in grünen Wasserstoff im Nordwesten Niedersachsens geplant sei, so Weil.

„Die Niedersächsische Landesregierung wird zusammen mit den anderen norddeutschen Ländern alles daransetzen, bestehende Hemmnisse beim Thema Power-to-Gas zu überwinden“, betonte der Ministerpräsident und ergänzte: „Dafür haben wir bereits Eckpunkte für eine Norddeutsche Wasserstoffstrategie vorgelegt.“ (ls)