Die Üstra will in der Innenstadt von Hannover bald emissionsfrei unterwegs sein.
Bild: © Üstra

Erlkönige in Hannover unterwegs

Üstra nimmt vier neue Elektrobusse in Empfang. Die Fahrzeuge sind „auffällig getarnt“.

Bis Anfang 2023 will die Üstra den Busbetrieb in der Innenstadt von Hannover komplett auf Elektro- und Wasserstoffantrieb umgestellt haben. Nun sind dafür die ersten vier Fahrzeuge vom Typ eCitaro eingetroffen. Hersteller Daimler wird in den nächsten Jahren insgesamt 48 neue Elektrobusse liefern. „Diese Fahrzeuge fahren deutlich geräuschärmer, belasten lokal nicht die Luftqualität und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt Regionspräsident Hauke Jagau.

Die zwölf Meter langen Solobusse werden in den nächsten Wochen und Monaten umfangreich getestet. Außerdem werden Fahrer sowie Werkstattpersonal auf das neue Elektrofahrzeug geschult. Ähnlich wie bei neuen Automodellen, die vor dem Verkaufsstart zu Testzwecken in Tarnkleidung unterwegs sind, seien auch die Busse als Erlkönig mit auffälliger Beklebung getarnt.

2023 soll Busverkehr emissionsfrei sein

„Mit den ersten eCitaro sind wir unserem Ziel des komplett emissionsfreien Nahverkehrs in der Innenstadt bis 2023 ein großes Stück näher gekommen“, freut sich Üstra-Chef Volkhardt Klöppner. „Wir wollen die erste deutsche Großstadt sein, die im kompletten Innenstadtbereich den ÖPNV elektrisch betreibt – und dies mit nachhaltiger Energie.“

Zunächst werden die Fahrzeuge ab Februar als „Erlkönige“ unterwegs sein. Voraussichtlich im zweiten Quartal werden sie offiziell eingeweiht, bevor sie dann im Linienverkehr zum Einsatz kommen. Auf der Strecke – die Ringlinie 100 und 200 – sind bereits drei Elektrobusse aus der Pilotphase unterwegs.

2020 werden weitere elf E-Solobusse sowie vier E-Gelenkbusse mit einer Länge von 18 Metern erwartet. 2021 sollen dann weitere 15 Solo- sowie 14 Gelenkbusse geliefert werden. (wa)