Hosenlos in Berlin

Etwa 200 Menschen haben am Sonntag zum "No Pants Day" in der Berliner U-Bahn die Hosen heruntergelassen: Die Unterwäsche blieb allerdings an.

Die Ohne-Hosen-Aktion, die ihren Ursprung 2002 in New York hat, soll mit sieben Menschen begonnen haben. Die Performance Gruppe Improve Everywhere (Improvisation überall) um Schauspieler Charlie Todd soll sie seinerzeit ins Leben gerufen haben. Inzwischen machen laut Medienberichten Tausende mit. In Berlin haben demnach beim "No Pants Subway Ride"-Tag insgesamt 200 Fahrgäste mitgemacht. Nach Angaben des "Hamburger Abendblatts" gingen sie dabei dem ganz normalen Alltag nach: Lesen, Bier trinken oder plaudernd "zeigten sie auf verschiedenen U-Bahnlinien ihre nackten Beine und teils bunte Unterwäsche".

Vorgegeben ist bei der Aktion nur, dass die Unterwäsche nicht zu aufreizend oder ausgefallen und das Verhalten in der U-Bahn ganz normal sein sollte. Dennoch zogen laut dem Blatt viele Passagiere ihre Handys und knipsten Fotos von ihren ungewöhnlichen Mitreisenden.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVB) nahmen es gelassen: "Sie können tragen, was sie wollen, solange sie sich gut und wohl fühlen", zitiert die Zeitung eine Sprecherin – "und so lange sie eine Fahrkarte haben".

Insgesamt 60 Städte nahmen an der Aktion teil; Berlin zum fünften Mal. Auch in München und Hamburg soll es Hosenlose gegeben haben.  (sg)