Die SSB nimmt den bundesweit ersten vollelektrischen Gelenkbus von Volvo in Betrieb.
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Der erste vollelektrische Gelenkbus fährt durch Stuttgart

150 Fahrgäste in einem Elektrobus: Die SSB nimmt den neuen Volvo auf einer Schnellbuslinie in Betrieb.

Die SSB aus Stuttgart nimmt den bundesweit ersten vollelektrischen Gelenkbus von Volvo in Betrieb. Er kommt auf der Schnellbuslinie X1 zum Einsatz. Der Volvo 7900 EA ist ein elektrisch angetriebener Gelenkbus, der bis zu 150 Fahrgäste gleichzeitig befördern kann. Der Einsatz ist Teil des Erprobungskonzepts der SSB auf der Schnellbuslinie X1. Zwei Volvo-Busse 7900 EA sind seit August 2020 in Gaisburg auf dem dortigen Betriebshof und wurden bereits vereinzelt zu Testfahrten auf der X1 eingesetzt.

Die SSB nutzt auf der X1 gezielt die Möglichkeit, innovative Antriebskonzepte in Zusammenarbeit mit den Herstellern zu erproben. Ziel dieser Erprobungen ist, zu emissionsfreien Fahrzeugen zu kommen, die eine ähnliche Reichweite und Verfügbarkeit wie herkömmliche Dieselbusse bieten. 2018 ging der erste Schnellbus X1 an den Start. Damals hat die SSB ihre Flotte um zehn spezielle Busse erweitert, fünf Hybrid-Gelenkbusse und fünf Kompakthybridbusse.

Auch die Feuerwehr fährt jetzt elektrisch

„Es freut mich, dass nicht nur der städtische Fuhrpark, sondern auch die Fahrzeuge der SSB zunehmend auf alternative Antriebe setzen“, sagte Stuttgarts Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der SSB, Fritz Kuhn. Vor knapp einer Woche habe die Stadt die ersten vollelektrischen Einsatzfahrzeuge für die Feuerwehr vorgestellt, nun folge der emissionsfrei fahrende Volvo-Gelenkbus auf der X1-Linie.

Auch die Schwierigkeiten seien erwähnt: Thomas Moser, Technischer Vorstand der SSB, gab zu bedenken, dass die Technologie auch zu den Randbedingungen in Stuttgart passen müsse. „Die topographischen und klimatischen Verhältnisse wirken sich hier ungünstig auf die Reichweite aus. Sie sind eine besondere Herausforderung. Gleichzeitig setzen wir überwiegend Gelenkbusse ein, die noch mal besondere Anforderungen haben“, gab er zu bedenken. (wa)