Ein Zug der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Bild: www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de

EEG Umlage erhöht Bus- und Bahnpreise

Im kommenden Jahr könnten die Fahrpreise bis zu 7 % ansteigen, falls die Verkehrsverbände künftig die EEG-Umlage zahlen müssen.

"Man kann nur hoffen, dass der absurde Schritt nicht gemacht wird", zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung Jürgen Fenske, den Präsidenten des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Der VDV konnte auch positive Zahlen vermelden, denn immer mehr Menschen in Deutschland fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: 2012 seien es 9,8 Mrd. Kunden gewesen, eine Zunahme von 0,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Ebenso seien die Fahrgeldeinnahmen um 4 % auf 10,7 Mrd. € gestiegen. Der Kostendeckungsgrad liegt demnach bei durchschnittlich 78 %. Allerdings bleibe der finanzielle Aufwand pro Fahrgast deutlich höher als der Nettoertrag. Während ein ÖPNV Unternehmen pro Fahrgast einen Aufwand von 1,55 € leiste, verdiene das Unternehmen pro Kunde nur etwa 1,21 €.

In diesem Zusammenhang kritisiert Fenske auch die unklare Zukunft der Entflechtungsmittel, deren Höhe nach 2013 weiterhin unklar sei. Ohne die Entflechtungsmittel käme es zum Baustillstand im deutschen ÖPNV, so Fenske. Von 2010–2013 belaufe sich das Investitionsvolumen für 160 Nahverkehrsprojekte auf knapp 2,5 Mrd. €. Der Bund trägt davon etwa 1,5 Mrd. €, also rd. 62 %. Je länger jedoch die Zukunft der Entflechtungsmittel unklar bleibe, desto länger werde auch die Liste mit aufgeschobenen Projekten im ÖPNV. "Das ist schon paradox, immer mehr Menschen fahren mit Bus und Bahn und der ÖPNV wird immer wichtiger für die Mobilität der Deutschen. Gleichzeitig tut sich der Bund schwer, für eine gesicherte Mitfinanzierung der ÖPNV-Infrastruktur zu sorgen", klagte Fenske. (sg)