Ein U-Bahnzug der Baureihe D der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wird am Freitag (24.03.17) in die Tiefe gehoben.Foto: BVG/Oliver Lang
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Für Dora wird es jetzt wieder ernst

Die Berliner U-Bahn führt künftig 50 Jahre alte Wagen auf ihrer Linie 55 ein – aber nicht aus Nostalgie. Die Wagen sind modernisiert und mit aktueller Sicherheitsausrüstung ausgestattet.

Grünes Kunstleder und Holzoptik – in den U-Bahnwagen der Baureihen D und DL (von den Fans „Dora“ genannt) kommen Nostalgiegefühle auf. Sie stammen aus den 50er- und 60er-Jahren. Die reaktivierten und mit moderner Sicherheitsausrüstung ausgestatteten „Doras“ kommen regulär auf der Linie U55 zum Einsatz. Am Wochenende wurde der erste Doppeltriebwagen auf der Linie U55 eingehoben.

Insgesamt drei Doppeltriebwagen der Baureihen D und DL werden die Flotte der U-Bahn verstärken. Zwei der drei Fahrzeuge waren zuvor als Museumszug auf Tour, einer diente als Werkstattwagen. Auf der kurzen U55 legt jeder Doppeltriebwagen jährlich nur etwa 40 000 Kilometer zurück, rund ein Drittel dessen, was Züge im übrigen Netz leisten müssen. Durch diese geringe Laufleistung und die solide Grundsubstanz der Oldies ist es laut BVG möglich, sie mit vergleichsweise geringem Aufwand zu reaktivieren. Die Kosten für alle drei Doppeltriebwagen belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Die bisher auf der U55 eingesetzten Fahrzeuge der Baureihe F79 stehen künftig als Verstärkung im übrigen Großprofilnetz zur Verfügung. (wa)