Weniger Fahrzeuge auf den Straßen führen zu sinkenden Stickoxidwerten in der Luft.
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Bessere Luft in NRW dank Corona

In Nordrhein-Westfalen nimmt die Luftqualität im Zuge der Corona-Krise zu. Eine insgesamt bessere Luftqualität könne aus dieser "Momentanbeobachtung" jedoch nicht abgeleitet werden, heißt es vom Landesumweltamt.

Die Belastung der Luft mit Stickoxiden hat sich in Nordrhein-Westfalen seit Mitte März verringert. Grund ist der geringere Kraftfahrzeugverkehr infolge der Corona-Maßnahmen. "Bei der Stickoxidbelastung sehen die Tagesverläufe jetzt eher so aus wie an typischen Sonntagen", sagte die Sprecherin des Landesumweltamtes (Lanuv), Birgit Kaiser de Garcia, auf Anfrage der dpa.

Normalerweise gebe es montags bis freitags morgens und am späten Nachmittag jeweils einen Ausschlag bei der Belastung. Seit die Schulen am 16. März geschlossen sind, könne man beobachten, dass die Belastungsspitzen ausblieben. Der Verlauf über den Tag sei jetzt gleichmäßiger und auf einem niedrigeren Niveau als sonst.

Längerer Zeitraum entscheidend

Eine insgesamt bessere Luftqualität könne aus dieser "Momentanbeobachtung" jedoch nicht abgeleitet werden, betonte die Sprecherin. So komme es bei der Stickoxidbelastung auf die Belastung über einen längeren Zeitraum an. Es sei fraglich, ob sich die aktuelle Verringerung auf den Jahreswert auswirken werde. Bei anderen Faktoren wie etwa der Feinstaubbelastung spiele außerdem die Wetterlage eine wichtige Rolle. (dpa/pm)