Erst im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke Augsburg 23 neue Erdgasbusse der Marke Mercedes Citaro C 2 Step 3 in Betrieb genommen (siehe Bild). Nun bleiben sämtliche Fahrzeuge bis auf Weiteres im Depot. Bild: Stadtwerke Augsburg

Stadtwerke verärgert über Bus-Rückruf von Daimler

Weil die Türen während der Fahrt öffnen können, ruft Daimler 220 Busse zurück. Die Stadtwerke Augsburg behalten sich rechtliche Schritte vor.

Erst im vergangenen Frühjahr und Herbst hatten die Stadtwerke Augsburg (SWA)
23 Erdgas-Busse der Baureihe der Marke Mercedes "Citaro C 2 Step 3" in Betrieb genommen. Seit kurzem bleiben die Fahrzeuge aber im Depot. Der Grund ist ein technischer Fehler bei der Türsteuerung. Das heißt, die Bustüren können sich im schlimmsten Fall selbstständig öffnen. Daimler hat deshalb 220 Fahrzeuge dieser Baureihe zurückgerufen. Der Autohersteller will die Türsysteme kontrollieren und wenn nötig korrigieren. Laut Daimler gibt es aber noch keine Abhilfemaßnahmen.

Augsburg prüft Schadenersatzansprüche gegenüber Daimler


"Die Rückrufaktion ist sehr ärgerlich, aber aus Sicherheitsgründen unumgänglich", sagt SWA-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza. Verstimmt ist Casazza auch deshalb, weil die einige der Mercedes-Busse bereits kurz nach Inbetriebnahme eine derartige Störung aufwiesen. "Uns wurde damals vom Hersteller versichert, dass das Software-Problem behoben worden sei", so der Geschäftsführer. Das sei aber ganz offensichtlich ein Trugschluss gewesen. Die SWA prüften deshalb Schadenersatzansprüche gegenüber dem Hersteller und behielten sich rechtliche Schritte vor.

Auch Busse der Stadtwerke Aschaffenburg betroffen


Die Lücken im Fahrzeugpark müssen die SWA bis auf weiteres über Leihfahrzeuge anderer Verkehrsunternehmen auffangen, zum Teil kann auch auf einen eigenen Reservepool zurückgegriffen werden. Laut dem Bayerischen Rundfunk sind auch die Stadtwerke Aschaffenburg von dem Rückruf betroffen, dort wurden drei "Citaro C 2 Step 3-Busse" bis auf weiteres aus dem Verkehr genommen. (hoe)