Ab 2020 bringen vier E-Busse von Daimler Fahrgäste aus der Innenstadt nach Bad Cannstatt.
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Bald sind in Stuttgart die ersten E-Citaros unterwegs

Die E-Busse von Daimler gehen in den Realtest: Vier Gelenkbusse u.a. mit Range-Extender-Technologie sollen ab 2020 auf die Anforderungen des ÖPNV getestet werden.

Die Lieferung von vier Gelenkbussen an die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) ist beschlossene Sache: Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Wolfgang Arnold, Vorstandssprecher und Technischer Vorstand der SSB, sowie Till Oberwörder, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Daimler Buses haben am Montag eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Die E-Citaros mit Batterieantrieb und Brennstoffzellentechnologie werden zwischen 2020 und 2022 an die Verkehrsbetriebe übergeben.

Die Busse sollen auf der künftigen Innenstadt-Schnellbuslinie X1 eingesetzt werden. Bereits ab Oktober dieses Jahres soll der Stadtteil Bad Cannstatt über die neue Direktlinie mit dem Stuttgarter Zentrum verbunden werden. Der Test der E-Citaros ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Nach Angaben von Daimler sind die SSB das erste ÖPNV-Unternehmen, dass die Elektrobusse im Praxiseinsatz erprobt. Damit das Projekt ein voller Erfolg wird, tüftelt der Automobilhersteller noch weiter an seinen Modellen.

Dank Range-Extender bis zu 400 Kilometer unterwegs

Während die Busse mit einer Batteriekapazität von bis zu 243 kWh schon jetzt ein Drittel aller Stadtbusstrecken abdecken, will Daimler bis 2020 die Batterietechnik soweit optimieren, dass 50 Prozent aller Strecken bedient werden können. Eine weitere Möglichkeit der Reichweitensteigerung ist ein sogenannter Range-Extender. Im Fall des E-Citaros ergänzt Daimler den Elektroantrieb um eine Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff Strom erzeugt und die Batterie dementsprechend wieder auflädt. Auf diese Weise kann der Bus bis zu 400 Kilometer weit fahren. Der Umstieg von Dieselbussen auf E-Busse wird somit immer realistischer. (ls)