Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Augsburg. Bild: ZfK-Hi

Augsburger Tarifreform scheint sich zu bewähren

Teurer für Gelegenheitsfahrer, günstiger für Abo-Kunden: Die erste Bilanz ist positiv.

Seit Jahresbeginn ist die Tarifreform im Augsburger Nahverkehr in Kraft. Sie hatte in den Leserbriefspalten zu einigen Unmutsäußerungen geführt. Weil in der Innenstadt zwei Tarifzonen zusammengelegt wurden, kann es für Gelegenheitsfahrer teurer werden. So stand die Drohung im Raum, dass Kunden doch wieder aufs Auto ausweichen könnten. Tendenziell günstiger kommen aber Abo-Kunden weg. Die Stadtwerke Augsburg (SWA) haben nun eine erste Bilanz gezogen – und die ist eindeutig positiv.

Die Ticketverkäufe in den ersten beiden Monaten nach Inkrafttreten der Tarifreform bedeuten unter dem Strich einen Fahrgastzuwachs von rund vier Prozent im Bereich der SWA. Die Zahl der Abo-Nutzer stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 14 Prozent auf insgesamt 41.118 – mit Abstand der höchste je erzielte Wert in Augsburg. Auch die Zahl der verkauften Streifenkarten stieg um rund fünf Prozent. Dafür werden Einzelfahrscheine um rund acht Prozent seltener nachgefragt. Deutliche Steigrungen gebe es bei den elektronischen Tickets über die App der SWA.

Zu früh für eine endgültige Bewertung

Um die Effekte der Tarifreform insgesamt beurteilen zu können, seien auch die Zahlen der anderen im Augsburger Verkehrsverbund (AVV) beteiligten Partner zu betrachten. Für gesicherte Erkenntnisse wollen die Stadtwerke noch einige Monate abwarten, bis sich das neue Tarifsystem eingependelt hat. Dennoch lasse sich aufgrund der Entwicklung der ersten beiden Monate feststellen, dass sich mit der AVV-Tarifreform ein deutlicher Zuwachs an Fahrgäste in der Stadt Augsburg ergeben wird. (wa)