Betrieb der Münchner U-Bahnzüge verspätet sich

Aus dem angekündigten Zwei-Minuten-Takt bis 15. Dezember auf der Münchner Linie U2 wird vorerst nichts: die Landesregierung verweigerte die Zulassung.

Zu Stoßzeiten sollte die vielbefahrene Münchner U-Bahnlinie U2 pünktlich zum Fahrplanwechsel vom 15. Dezember an im Zwei-Minuten-Takt fahren und so das hohe Fahrgastaufkommen entlasten. Doch jetzt teilten die Münchner Verkehrsbetriebe (MVG), eine Tochter der Stadtwerke München (SWM), mit, dass die sechs geplanten zusätzlichen U-Bahn-Züge erst 2014 ihren Dienst antreten sollen.

Die ersten Züge seien zwar bereits produziert und befinden sich derzeit auf der Siemens-Teststrecke, dennoch verschiebe sich die Inbetriebnahme. Grund sei "ein zeitlicher Mehrbedarf in der Abwicklung des Projekts", so die MVG. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" habe die oberbayerische Regierung die Zulassung der neuen U-Bahnen von Siemens verweigert. MVG-Chef Herbert König sagte dazu "Die jetzt eingetretene Verzögerung ist für beide Seiten unangenehm, weil wir anders geplant hatten, eigentlich gut unterwegs sind, trotzdem aber nun unseren Fahrgästen die geplante U-Bahnverdichtung erst einige Monate später vollständig zur Verfügung stellen können. " Es sei aber im Sinne der Kunden selbstverständlich, dass man nur voll ausgetestete, zulassungs- und einsatzfähige Fahrzeuge übernehmen könne. "Die Verzögerung beim Einsatzbeginn ist daher letztlich das kleinere Übel", so König.

Nach Angaben der MVG sei der Zulassungsprozess nunmehr "auf einem guten Weg". An der Gesamtplanung, wonach die insgesamt 21 Züge bis 2015 nach und nach in den U-Bahnbetrieb integriert werden, soll sich nichts ändern. (sg)