Visualisierung der neuen Stadtbahnfahrzeuge, die ab 2021 durch Dresden fahren sollen.
Bild: © Bombardier

Bombardier baut Dresdner Stadtbahnen

Verkehrsbetriebe bestellen 30 neue Fahrzeuge mit höherer Kapazität. 2021 beginnt die Auslieferung.

Der Schienenfahrzeughersteller Bombardier soll 30 neue Stadtbahnwagen für Dresden bauen. Der entsprechende Vertrag wurde im Beisein des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig, des Dresdner Oberbürgermeisters Dirk Hilbert und der DVB-Vorstände Andreas Hemmersbach und Lars Seiffert unterzeichnet.

Die bestellten Fahrzeuge tragen die Typbezeichnung NGT DX DD und stammen aus der Flexity-Baureihe von Bombardier. Sie sind mit 45 Metern etwa so lang wie die bisherigen Dresdner Fahrzeuge, mit 2,65 Metern aber rund 35 Zentimeter breiter.

Mehr Plätze für die Fahrgäste

Im neuen Stadtbahnwagen finden bis zu 290 Passagiere Platz – eine zusätzliche Kapazität im Liniennetz für über 100 Fahrgäste im Vergleich zu den Fahrzeugen der ersten Stadtbahn-Generation. „Die größere Kapazität der neuen Stadtbahnwagen benötigen wir dringend, um der erfreulich schnell wachsenden Zahl unserer Fahrgäste auch in Zukunft ausreichend Platz anbieten zu können“, so Hemmersbach.

Insgesamt neun Anbieter aus Europa und Asien durchliefen ein mehrstufiges Auswahlverfahren, bei dem sich das Unternehmen Bombardier Transportation gegen die Konkurrenz durchgesetzt hat. Die Fahrzeuge werden in Görlitz und Bautzen gefertigt. Das erste Neufahrzeug wird im Sommer 2021 in Dresden erwartet.  Bis zum Herbst 2023 sollen alle ausgeliefert sein.

Die Kosten pro Fahrzeug belaufen sich auf etwa 4,2 Millionen Euro. Das gesamte Investitionsvolumen einschließlich Herstellung, Service und langfristiger Wartung beträgt rund 197 Millionen Euro. Für den Kauf der Stadtbahnen reicht der Freistaat Sachsen 102,8 Millionen Euro Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) an die DVB aus. (wa)