Die Hauptthemen des Masterplans für Innovation in der Daseinsvorsorge
Bild: © Preuss/MCon

Bündnis Innovation in der Daseinsvorsorge startet mit Servicestelle

In der Umsetzungsphase sollen Projekte entwickelt werden, die die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum neu denken. Eine Herausforderung stellt vor allem die alternde Bevölkerung dar.

Das Bündnis "Innovation in der Daseinsvorsorge" der Region Weser-Ems startet in die Umsetzungsphase. Eine Servicestelle soll als Schnittstelle zu den Akteuren dienen und die Themen des Masterplans "Innovation der Daseinsvorsorge" bekannt machen, der im vergangenen Jahr von allen Landräten und Oberbürgermeistern aus der Region beschlossen wurde.

Das Ziel des Bündnisses ist es, eine bedarfsgerechte Daseinsvorsorge für die älter werdende Bevölkerung zu schaffen. In der Umsetzungsphase steht nun die Realisierung von Projektideen in der Region an. Dazu gehören zum Beispiel verbesserte Mobilitätskonzepte oder neue Ansätze für eine bedarfsgerechte ärztliche oder pflegerische Versorgung.

Eine Aufgabe für die ganze Region

In einem ersten Schritt sollen den Akteuren aus den Bereichen Gesundheit und Pflege, Mobilität, Wohnen und soziales Miteinander in allen Landkreisen und kreisfreien Städten der Region bei verschiedenen Auftaktveranstaltungen das Angebot der Servicestelle und der Masterplan "Innovation in der Daseinsvorsorge" nahegebracht werden.

"Wir sehen die Daseinsvorsorge als eine gemeinsame Aufgabe der ganzen Region an. Mit den geplanten Veranstaltungen wollen wir zunächst informieren, aber auch bereits um Mitwirkung werben, Vordenker der Daseinsvorsorge mobilisieren, für deren Vernetzung sorgen sowie für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt individuelle Schwerpunkte einer dort angemessenen und geeigneten bedarfsgerechten Daseinsvorsorge herausfiltern", erklärt Jörg Bensberg, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft und Landrat des Landkreises Ammerland.

Neue Ansätze für Daseinsvorsorge im ländlichen Raum

Im weiteren Verlauf des Prozesses solle es darum gehen, Ideen, neue Ansätze und Konzepte zu entwickeln und parallel dazu mitwirkende Institutionen und Projekte bei deren Realisierung zu unterstützen. Dazu gehören auch Vorhaben wie altersübergreifende Wohnprojekte oder ein einheitliches übergreifendes Weser-Ems-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr, welche neue Ansätze für Daseinsvorsorge im ländlichen Raum darstellen.

"Dabei wollen wir auch darauf hinarbeiten, bürokratische Hemmnisse für die angestrebten Entwicklungen in diesem Bereich zu beseitigen und geeignete Förderprogramme bereitzustellen", erläutert Bensberg. (hol)