Gleisbau in der Kölner U-Bahn.
Bild: © Stephan Anemüller/KVB

Immer mehr Kölner steigen auf Busse und Bahnen um

Zahl der Fahrgäste bei den Kölner Verkehrsbetrieben ist 2018 erneut gestiegen. Kapazitäten müssen ausgebaut werden.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) verzeichnen weiter steigende Fahrgastzahlen. Rund 282,3 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr mit Bussen und Stadtbahnen des Unternehmens unterwegs – ein Zuwachs von 0,6 Prozent gegenüber 2017 – und damit so viele wie nie zuvor. Seit 2009 sei die Zahl der Fahrgäste um knapp 17 Millionen gestiegen. Etwa drei Viertel der Fahrgäste sind mit der Stadtbahn unterwegs, ein Viertel entfällt auf den Bus.

KVB-Vorstand Jörn Schwarze erklärt: "Mit dem Fahrgastzuwachs liegen wir auf dem bundesweiten Niveau. Obwohl die Steigerungen seit 2010 geringer ausfallen, sind wir angesichts der Rahmenbedingungen in Köln mit der Entwicklung zufrieden. Die Entwicklung zeigt deutlich, dass wir vielfach an unsere Kapazitätsgrenzen stoßen."

Kölner schaffen neue Kapazitäten

Um die nötigen Kapazitäten zu schaffen, treibe die KVB gemeinsam mit der Stadt den Ausbau des Stadtbahnnetzes voran. Aber auch die deutliche Ausweitung des Busangebots trage zu einem attraktiveren ÖPNV bei. Mit der Modernisierung der Dieselbusflotte und der sukzessiven Umstellung auf Elektroantrieb leisten die KVB zudem wichtige Beiträge zur Luftreinhaltung, so Schwarze.

Für das laufende Jahr sind sieben große Baumaßnahmen zur Erneuerung der Schienen-Infrastruktur geplant. Dafür investieren die KVB rund 7,4 Mio. Euro. So werden 15 Weichen und sieben Gleiskreuzungen ausgetauscht sowie Schienen, Schwellen, Schotter, Asphaltdecken und weitere Gleisbauelemente erneuert. Bei zwei Maßnahmen wird zudem durch den Einbau von Unterschottermatten der Schall- und Erschütterungsschutz verbessert. (wa)