Die Geschäftsführer der Kölner Seilbahn, Sonja Lorsy und Thomas Miebach, gehen gemeinsam mit den Vorstand Technik der KVB, Jörn Schwarze, auf Probefahrt.
Bild: © Stephan Anemüller/KVB

Köln gondelt wieder über den Rhein

Fast zwei Jahre stand die Seilbahn nach einer Havarie still; jetzt fährt sie wieder. Doch es gibt weit größere Pläne.

Die Kölner Seilbahn ist nach fast zweijähriger Pause in ihre neue Saison gestartet. Die Fahrgäste können wieder täglich in eine der Gondeln einchecken, über den Rhein schweben und dabei Altstadt-Panorama, Rheintal und Rheinpark betrachten.

Seit einer Havarie im Juli 2017 stand die Kölner Seilbahn still. Damals mussten mehr als 60 Fahrgäste aus den Kabinen gerettet werden, weil sich bei starkem Wind ein Seil in einer Kabine verfangen hatte.

Übung der Höhenretter

Mittlerweile seien alle Anlagen intensiv geprüft und verschiedene technische
Anpassungen vorgenommen worden. Höhenretter der Feuerwehr haben jüngst an der Anlage trainiert, der TÜV hat die Seilbahn begutachtet und ein mehrtägiger Probebetrieb ergab keine Probleme. Daher hat die Bezirksregierung Köln als Aufsichtsbehörde die Erlaubnis zur Wiederinbetriebnahme erteilt.

Seilbahn-Pendel über den Rhein

Doch in Köln gibt es weit größere Ideen: Die Ratsfraktion GUT hat ein großes Seilbahn-Projekt im Visier, bei dem der Rhein gleich mehrfach im Zickzack-Kurs überquert werden soll – 21 Stationen, 15 Rheinüberquerungen und eine Gesamtlänge von rund 33 Kilometern. Das Projekt ist auf großes, überwiegend positives Echo gestoßen - in dieser Woche wurde aus der „Rheinpendel“-Vision ein realer Auftrag für die Verwaltung: Der Verkehrsausschuss des Kölner Rats stimmte darüber ab, eine Machbarkeitsstudie für ein Seilbahnsystem in Köln in Auftrag zu geben. (wa)