Ein Volvo-Hybridbus 7900, wie ihn der Verkehrsbetrieb Potsdam testen wird. Bild: Volvo

Potsdam startet Langzeittest mit Solo-Hybridbus

Die Testergebnisse stellen eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Neuanschaffungen dar. Im Fokus steht die Kraftstoffeinsparung.

Die Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP) startet einen zweijährigen Langzeittest mit dem neuesten Volvo-Hybrid-Bus 7900. Das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme Dresden übernimmt dabei die wissenschaftliche Begleitforschung. Ziel ist es, umfangreiche Betriebsdaten über einen langen Zeitraum zu sammeln und auszuwerten.

Die Präsentation des neuen Busses erfolgte am Donnerstag (27. Feb. 14) im Beisein von Vertretern der Landeshauptstadt Potsdam, der Stadtwerke Potsdam GmbH, des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg sowie der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Zum Setting: Da es sich um einen Vergleichstest handelt, wird neben dem Hybridbus auf derselben Linie ein Solobus mit Dieselantrieb und Abgasnorm Euro 5 eingesetzt. Parallel zum Fahrzeugtest wird das Liniennetz analysiert, um Fahrzeuge entsprechend zu optimieren und auf die Topographie abzustimmen. Eine entsprechende Anpassung kann sowohl über das Getriebe als auch die Fahrzeugsteuerung erfolgen. Die Ergebnisse werden eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Neubeschaffung darstellen. So müssten den höheren Anschaffungskosten entsprechende Kraftstoffeinsparungen gegenüberstehen, erläutert Martin Grießner, kaufmännischer Geschäftsführer der ViP. 

Der neue Volvo 7900 nutzt die beim Bremsen anfallende Energie für den Antrieb des Fahrzeugs, indem er sie für den E-Motor zwischenspeichert. Unter 20 km/h wird ausschließlich elektrisch gefahren. Der Lithium-Ionen-Akku ist auf 4,8 kWh ausgelegt. Der Diesel-Motor hat eine Leistung von 177 kW (240 PS), der Elektromotor leistet zwischen 120 kW (161 PS) und maximal 150 kW (203 PS). (msz)