Übergabe der ersten grundinstandgesetzten Tatra KT4D durch die Vertreter der Prager Verkehrsbetriebe, die Herrn Marcin und Slunečko, an den Potsdamer Bürgermeister Burkhard Exner und die ViP-Geschäftsführer Oliver Glaser und Martin Grießner (v.l.n.r.). Bild: Janoschek / Sablotny

Runderneuerte Tatras

Wegen eines höheren Fahrgastaufkommens lässt der Verkehrsbetrieb Potsdam sechs alte Züge erneuern.

Die Stadtwerke Potsdam haben diese Woche den ersten von sechs grundinstandgesetzten Tatra-Straßenbahnzügen in Betrieb genommen. "Rund 3,6 Mio. Euro werden in diese Fahrzeugsanierung investiert. Der Weiterbetrieb der Tatras ist nötig, da die Zahl der Fahrgäste stark angestiegen ist und wir darauf mit dem Einsatz von mehr Fahrzeugen gerade als Verstärkung im Berufsverkehr und bei Sondervorhaben reagieren müssen", so Bürgermeister Burkhard Exner. Den Zuschlag für die Grundinstandsetzung der 12 Fahrzeuge erhielt im Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung die Hauptwerkstatt der Prager Verkehrsbetriebe.

Die erste Doppeltraktion verließ Anfang Mai 2016 die ViP in Richtung Prag. Im Abstand von ca. 1,5 bis 2 Monaten folgten und folgen die nächsten Einheiten. Die Grundinstandsetzung aller Fahrzeuge soll Mitte 2017 abgeschlossen sein.

"Mit einer parallel zur Grundinstandsetzung stattfindenden Hauptuntersuchung, werden die zwölf Wagen für acht weitere Jahre oder 500 000 Kilometer im Linienverkehr ertüchtigt", sagte Oliver Glaser, Geschäftsführer der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam. Aufgrund der fehlenden Barrierefreiheit sollen die Tatras vorrangig im Berufsverkehr oder für Sonderverkehre eingesetzt werden. In den Fahrplänen der ViP werden die Kurse gesondert ausgewiesen. Weltweit befinden sich noch rund 700 Fahrzeuge vom Typ KT4D im Einsatz und bilden noch vielerorts das Rückgrat des Nahverkehrs, erklären die Stadtwerke Potsdam. (al)