Ein Zug der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Bild: www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de

VDV begrüßt Anhebung auf 60 Euro

Bayern hat eine Bundesratsinitiative zur Anhebung des erhöhten Beförderungsentgeltes (EBE) beim Schwarzfahren im ÖPNV auf den Weg gebracht.

Die bayerische Staatsregierung hat eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht, das EBE von 40 auf 60 € anzuheben. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßt die Initiative: "Das ist ein lang ersehnter Startschuss, damit die Anpassung von zwei Rechtsverordnungen des Bundes für eine Erhöhung des EBE nun endlich umgesetzt werden kann", so VDV-Präsident Jürgen Fenske. Schon seit Jahren fordert der VDV eine Anhebung des EBE. "Den Unternehmen des öffentlichen Personenverkehrs in Deutschland fehlen durch Schwarzfahrer jährlich 250 Mio. € an Fahrgeldeinnahmen, die von den ehrlichen Kunden jeden Tag aufgefangen werden müssen", erklärt Jürgen Fenske. Die letzte Anpassung des EBE von 30 auf 40 Euro erfolgte Anfang 2003. Seitdem sind die Fahrpreise um rund 40 % gestiegen. "Bei 40 € lohnt sich das Schwarzfahren heute noch mehr als vor zehn Jahren", so Fenske weiter.

Um Schwarzfahrer abzuschrecken, fordert der VDV daher seit Jahren eine Anhebung des EBE auf 60 € sowie die Einführung einer Staffelung zur Abschreckung von notorischen Schwarzfahrern und die Festsetzung einer Strafzahlung für Wiederholungstäter auf bis zu 120 €.

Die durch die Bundesratsinitiative der Bayerischen Staatsregierung jetzt vorgeschlagene Anhebung auf 60 € soll nach Aussage des Bayerischen Verkehrsministers Joachim Herrmann bereits 2015 bundesweit in Kraft treten. Ein Beschluss des Bundesrates kann bereits am 28. Nov. 14 erfolgen. Anschließend bedarf es noch der Unterstützung durch das Bundesverkehrsministerium. Dessen Chef, Bundesminister Alexander Dobrindt, hatte der Branche für den Fall eines klaren Ländervotums durch den Bundesrat bereits im Frühjahr seine Zustimmung signalisiert. (al)