"Vergaberegeln schützen Beschäftigte"

Im saarländischen Nahverkehr wurden die ersten Weichen für die Übernahme von Betriebseisenbahnern beim Betreiberwechsel gestellt.

Als erfolgreichen Auftakt wertet die saarländische Verkehrsministerin Anke Rehlinger die ersten Gespräche zur Betriebsaufnahme der „SaarRB“. Hinter dem Kürzel steht das ab Dezember 2019 geltende Nahverkehrsangebot im Saarland und im westlichen Rheinland-Pfalz. Die drei Aufgabenträger, das Saarland und die beiden Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr in Rheinland-Pfalz sowie die VGS als Managementgesellschaft des Saarlandes haben in ersten offiziellen Gesprächen mit den Verkehrsunternehmen DB Regio und Vlexx die Weichen für die Übernahme von Betriebseisenbahnern durch Vlexx gestellt.

Rehlinger: „Mit unseren Regeln zur Personalübernahme bei Betreiberwechsel nehmen wir eine bundesweite Vorreiterrolle im Schienenverkehr ein. Vlexx benötigt gut ausgebildetes Personal, um von Beginn an eine gute Qualität liefern zu können. Im Gegenzug können Lokführer, Disponenten und Zugbegleiter, die derzeit bei DB Regio im Bereich der SaarRB beschäftigt sind, unter Wahrung ihrer Gehälter und Rentenansprüche zur Vlexx wechseln.“ Für diese Regelung seien im Rahmen der Vergabe die Grundlagen geschaffen worden.

Mit dem Zuschlag an die DB Regio und die Vlexx GmbH wurde kürzlich das Vergabeverfahren „Elektronetz Regionalbahnen Saar“ (SaarRB) abgeschlossen. Die Regionalbahnlinien im Saartal sowie zwischen Saarbrücken und Homburg oder Kaiserslautern bedient auch weiterhin die DB Regio. Die Vlexx GmbH übernimmt die Regionalbahnen zwischen Saarbrücken und Neubrücke sowie die Züge zwischen Homburg und Neunkirchen oder Illingen. (wa)