Die Essener EVAG ist Mitglied des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, der eine gemischte Bilanz für 2014 zog. Bild: Iwouldstay / Wikipedia

VRR: Weniger Fahrten, mehr Einnahmen

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) meldet für 2014 etwa 1,1 Mrd. Fahrten – rd. drei Millionen weniger als 2013.

Man habe im vergangenen Jahr die Anzahl der zurückgelegten Fahrten im Verbundraum zwar nicht vergrößern können, jedoch seien die Ticketeinnahmen um 2,5 % auf insgesamt rd. 1,5 Mrd. € gestiegen, so der VRR bei der Vorlage der Bilanz für 2014.

Im Bereich der Fahrplanauskünfte knackten die mobilen Kundenanfragen im Januar 2015 die 20-Mio.-Grenze, und die VRR-App wurde mehr als 1,7 Mio. mal von den Kunden heruntergeladen.

Ein wichtiges Thema sei die Sicherung der künftigen Finanzierung des Nahverkehrs. VRR-Vorstandssprecher Martin Husmann appelliert an den Bund, das Erfolgsmodell Nahverkehr nicht zu gefährden. "Das aktuelle Aussitzen des Bundes hat eine nachhaltige Beschädigung des in den letzten Jahren erfolgreich entwickelten SPNV zur Folge." Sollten die Forderungen perspektivisch nicht umgesetzt werden, käme dies einer indirekten Kürzung gleich, mahnt Husmann. Die Aufwände für den Betrieb wie z. B. Trassenentgelte und Energiekosten stiegen künftig weiter an und könnten ohne Anpassungen nicht aufgefangen werden. "Die Konsequenz wären perspektivisch Abbestellungen von Zugleistungen, um mit den vorhandenen Mitteln auskömmlich zu wirtschaften. Dies kann nicht im Sinne der Politik sein und geht eindeutig zu Lasten der Millionen Fahrgäste im Nahverkehr täglich", so Husmann weiter. Auch der Sanierungsstau im ÖPNV betrage inzwischen 4 Mrd. €. Jährlich kämen 500 Mio. € hinzu. "Besonders im kommunalen Nahverkehr sind zusätzliche Investitionen dringend notwendig", so Husmann abschließend. (hi)