Kein Platz für Fahrradwege: In Wuppertal teilen sich Busfahrer und Radler künftig eine Spur.
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Wuppertal: Auf der Busspur darf geradelt werden

Im Bergischen Land teilen sich Busse und Fahrradfahrer künftig eine Spur. Die Wuppertaler Stadtwerke waren zunächst wenig begeistert von der Idee.

Der Verkehrsausschuss in Wuppertal hat vergangene Woche beschlossen, dass sich Busse und Radfahrer künftig eine Spur teilen sollen – zumindest auf drei ausgewählten Routen. Jeweils ein paar hundert Meter auf der Bundesallee zwischen Kasinostraße und Robert-Daum-Platz, sowie die Strecke „Oberer Grifflenberg“ und „Neuenteich“ werden zu Begegnungszonen.

Bei den Stadtwerken, die über ihre Verkehrstochter WSW mobil für den ÖPNV in der Stadt zuständig sind, hielt sich die Begeisterung über dieses Vorhaben in Grenzen: Man sehe es etwas kritisch, wenn einer der schwächsten Verkehrsteilnehmer auf wahre Schwergewichte trifft, erklärt Holger Stephan, Pressesprecher der Wuppertaler Stadtwerke, gegenüber der ZfK. 

Tallage verengt Verkehr

Trotz der Sicherheitsbedenken ist der Verkehrsausschuss dem Ansinnen der Grünen letztlich gefolgt. Durch die Tallage der Stadt gibt es schlichtweg zu wenig Platz für Radwege. Die Busspuren-Öffnung soll nun ein erster Lösungsversuch sein. (ls)