Die 59 Bus- und Bahnlinien in Leipzig werden in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Bis 2020 ist der Einsatz von 41 neuen Straßenbahnen geplant.

Die 59 Bus- und Bahnlinien in Leipzig werden in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Bis 2020 ist der Einsatz von 41 neuen Straßenbahnen geplant.

Bild: © LVB

Nach mehreren Verhandlungsrunden haben die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ein Verhandlungsergebnis erreicht. Zum 1. Januar 2020 steigen die Entgelte der Beschäftigten, die von den Haustarifverträgen von LeoBus und LSVB erfasst sind, um 200 Euro im Monat. Ab dem 1. Oktober 2022  gilt dann der Flächentarifvertrag Nahverkehr Sachsen (TV-N Sachsen) in vollem Umfang für alle Beschäftigten von LeoBus, LSVB und LVB, dann enden die bestehenden Haustarifverträge sowie die Überführungstarifverträge.

Damit ist, wie die LVB mitteilen, eine „schrittweise Angleichung der Tariflandschaft bei Leo-Bus, LSVB und LVB“ in die Wege geleitet, und für die Leipziger ist das ein tarifrechtlicher Meilenstein: „Damit setzt die Unternehmensgruppe die Harmonisierung von Beschäftigungs- und Entgeltbedingungen konsequent fort.“

Dazu Michael Halberstadt, Arbeitsdirektor und Geschäftsführer Personal und Fahrservice der Leipziger Verkehrsbetriebe: „Mit der Angleichung der Tariflandschaft stärken die Verkehrsbetriebe ihre Rolle als verlässlicher Arbeitgeber in der Region und damit ihre Position auf dem Arbeitsmarkt.“

Stadtspitze steht hinter dem Ergebnis

Zufrieden zeigte sich Burkhard Jung, Oberbürgermeister und Aussichtsratsvorsitzender der Leipziger Gruppe: „Ein sehr gutes ausgewogenes Ergebnis mit Augenmaß. Eine tragfähige Lösung für die betroffenen Beschäftigten unserer Verkehrsbetriebe und auch für die L-Gruppe. Diese Einigung der Tarifpartner ermöglicht  auch für die Zukunft Mobilitätsangebote  zu  fairen Vergütungen. Unsere LVB kann so eine zentrale Rolle bei der anstehenden Verkehrswende einnehmen.“

Arbeitsdirektor Halberstadt kommentiert das Ergebnis nachdenklich. Er erklärt für die LVB, warum es jetzt Zeit für die doch recht bedeutende Tarifumstellung war: „Das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen, wie der Mobilitätswende und einer umfassenden Digitalisierung. Dieses ist nur mit guten, motivierten und qualifizierten Mitarbeitern zu gestalten. Die Angleichung bedeutet einen deutlich erhöhten Personalaufwand, unsere guten und motivierten Mitarbeiter sind es uns wert.“ (sig)

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