Auf dieser Seite können Sie sich in Ihr bestehendes Account einloggen oder für ein neues Account registrieren.
19 März 2015 | 14:20

EWI: Das Paradox der Gas-Versorgungssicherheit

Laut einer Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Uni Köln fördert die schwache Nachfrage nach Gas die sichere Versorgung – vorerst noch.

Die EU als Ganzes wäre heute gegenüber Januar 2009 besser gerüstet gegen den Ausfall der Ukraine als Erdgas-Transitland. Dies ist das Ergebnis einer heute vorgelegten Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Uni Köln (EWI).

Den Hauptunterschied sieht das EWI im Ausbau der Infrastruktur seither. Damit meinen die Studienautoren nicht nur die Ostseepipeline Nord Stream unter Umgehung der Ukraine, sondern auch weitere Flüssigerdgas(LNG)-Terminals wie etwa in Rotterdam und die fakultative umgekehrte Strömungsrichtung an mittlerweile fast 40 % der Grenzkoppelpunkte, die Nottransporte von West nach Ost ermöglicht.

Auch die derzeitige Nachfrageschwäche hebe paradoxerweise die Versorgungssicherheit, so das EWI. Europa habe zuletzt nur noch 450 Mrd. m3/a Gas nachgefragt, während Prognosen von 550 m3/a ausgegangen seien.

Die schwache Nachfrage setze allerdings die Betreiber der damit nicht ausgelasteten Infrastruktur wirtschaftlich unter Druck. "Es ist also fraglich, ob die Versorgungslage in den nächsten Jahren auf dem hohen Niveau bleibt", so Mitautor Dr. Harald Hecking.

Die 122-seitige englischsprachige EWI-Studie mit unzähligen Grafiken und Statistiken ist über diesen externen Link abrufbar. (geo)

,
  • Energiepreise

STELLENMARKT

Umfrage

Was kurbelt den Markt für E-Mobilität an?

Noch stockt die Verkehrswende. Was ist Ihrer Meinung nach die erfolgsversprechendste Maßnahme, um die E-Mobilität in Deutschland voranzutreiben?

Social media

Folgen sie uns auf:
Facebook Twitter Xing

Zahl des monats

165 000

Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.