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13 April 2017 | 10:57

Ausreichend Volumen vorhanden

, Bild: Urs Flükiger / pixelio.de
Bild: Urs Flükiger / pixelio.de
Für die erste Ausschreibung für Wind an Land liegen knapp 1 GW an Geboten vor. Das Volumen der Ausschreibung beträgt 800 MW.

Für die erste Ausschreibung für Wind an Land, für welche noch bis 2. Mai Gebote abgegeben werden können, stehen knapp ein GW an Projekten bereit, berichtet der Bundesverband Windenergie (BWE). Die Ausschreibung umfasst ein Volumen von 800 MW. Teilnehmen können alle Projektentwickler, die bis 10. April eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz an das Anlagenregister der Bundesnetzagentur gemeldet haben.

Die Bundesnetzagentur hat nun am Dienstag darüber informiert, dass im Januar  insgesamt 20,5 MW und vom 1. Februar bis zum 10. April weitere 495 MW genehmigte Projekte gemeldet worden sind, so der BWE. Addiert man noch zwei MW für die Pilotwindenergieanlagen und die etwa 475 MW, die bis zum 28. Februar gegenüber der Bundesnetzagentur für Ausschreibungen optiert hatten, stehen laut BWE mindestens 988,5 MW für die 1. Ausschreibungsrunde Wind an Land bereit.

Projektentwickler wollen Zuschlag bekommen

Der BWE geht nun davon aus, dass die Projektentwickler, die rund fünf Jahre Zeit in die Entwicklung der Projekte und hohe Vorlaufkosten investiert haben, unbedingt einen Zuschlag erhalten möchten, um Projekte zu realisieren. "Nicht klar ist, wie viele Projekte sich unter Nutzung der Sonderregelungen für Bürgerenergiegesellschaften um einen Zuschlag bewerben", so der Verband.

Der Überzeichnungsfaktor der Ausschreibung Wind liegt derzeit bei etwa 1,2. Im Vergleich zu den Auktionen im Photovoltaik-Bereich ist dies gering. Dort lag die Überzeichnung zwischen 2,3 und 4,6.

Entwurf für Gemeinsame Ausschreibungen liegt vor

Ein weiteres Ausschreibungsverfahren wird derzeit vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vorbereitet: die Verordnung zu den gemeinsamen Ausschreibungen Wind und Solaranlagen (GemAV). Das BMWi hat nun einen ersten Entwurf veröffentlicht. Bis 24. April können Länder und Verbände zum Entwurf Stellung nehmen. Das BMWi weist darauf hin, dass der Entwurf noch nicht innerhalb der Bundesregierung abgestimmt ist.

Der Verordnungsentwurf umfasst auf 53 Seiten insgesamt 21 Paragrafen und drei Anlagen, von denen jene zu den Verteilernetzausbaugebieten und Verteilernetzkomponenten in ihrer Komplexität an die früher vorgesehene Windformel erinnern, erläutert der BWE. "Wir sehen dieses Instrument als ungeeignet an, um den Umbau unserer Energiewirtschaft erfolgreich zu gestalten", erläuterte BWE-Präsident Hermann Albers. Er kündigte eine umfassende Stellungnahme an.

Sonne im Süden und Wind im Norden dienen dem System nicht

Ohne Zweifel werden Wind und Photovoltaik im Zentrum des künftig Erneuerbaren Systems stehen, so der Verband. Dabei sei energiewirtschaftlich ein vernünftiger regionaler Mix der Technologien erforderlich, gerade um den wachsenden Herausforderungen durch die Sektorenkopplung gerecht zu werden. Wenn im Ergebnis gemeinsamer Ausschreibungen eine Technologie überproportional erfolgreich sei oder sich starke regionale Cluster herausbilden, habe dies direkte Rückwirkungen auf die Netzsituation und das Energiesystem. Damit könne der möglicherweise realisierbare Kostenvorteil bei der Erzeugung durch zusätzliche Kosten beim Netzmanagement konterkariert werden. "Sonne im Süden und Wind im Norden dienen dem System nicht", so der BWE. (al)


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