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16 Februar 2017 | 10:55

Bessere Margen durch Sektorenkopplung

Von der Sektorenkopplung versprechen sich Energieunternehmen große Chancen, ergab nun eine Umfrage. , Bild: SMA
Bild: SMA
Von der Sektorenkopplung versprechen sich Energieunternehmen große Chancen, ergab nun eine Umfrage.
Die Sektorenkopplung bietet vor allem für Netzbetreiber und Unternehmen mit konsequenter Ausrichtung auf erneuerbare Energien Chancen. Dies ergab eine Expertenbefragung.

Welchen Chancen und Risiken infolge der Sektorenkopplung stehen die Unternehmen im Energiesektor gegenüber? Hierzu befragte das Forum für Zukunftsenergien in Zusammenarbeit mit Celron Consulting 518 Experten aus einem breiten Querschnitt der Branche, darunter Stadtwerke. Als vorrangige Gewinner der Sektorenkopplung werden vor allem regenerative Stromerzeuger angesehen. Dicht dahinter folgen Stromspeicherhersteller und -betreiber sowie Stromtransport- und Verteilnetzbetreiber. Auf etwas geringerem Niveau werden auch Infrastrukturanbieter im Wärmesektor und regenerative Wärmeerzeuger als Gewinner der Sektorenkopplung betrachtet. Im Verkehrsbereich können vor allem Fahrzeughersteller und deren Zulieferer wirtschaftlich von der Sektorenkopplung profitieren. Dies ergab die Online-Umfrage vom November 2016, die gestern Nachmittag in Berlin vorgestellt wurde.

Gewinnsteigerungen von über zehn Prozent

Über die Hälfte aller Befragten erwarten schon bis zum Jahr 2020 Gewinnsteigerungen von bis zu fünf Prozent durch die Sektorenkopplung, ein Viertel sogar von über zehn Prozent. Besonders erfolgversprechend werden Geschäftsmodelle im Bereich der Schnittstelle Strom und Wärme beurteilt, gefolgt von Strom und Verkehr. "Ein breites Technologiespektrum erhöht hierbei die Marktchancen durch Mehrgleisigkeit", erläutert Celron Geschäftsführer Volker Flegel. Als erfolgversprechendste Technologien werden Elektro-Wärmepumpen, Elektromobilität, Kraft-Wärme-Kopplung, Elektrodenheizkessel und dezentrale Batterien bei Verbrauchern gesehen.

Netzbetreiber bevorzugte strategische Partner

In nahezu der Hälfte aller befragten Unternehmen wird die Sektorenkopplung bereits als aktives Geschäftsfeld betrachtet. "Als vorrangige Handlungserfordernisse werden strategische Anpassungen und Partner sowie eine höhere Transparenz der Markt- und Wettbewerbssituation eingestuft", erläutert Flegel. Als bevorzugte strategische Partner gelten Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber im Strom sowie dem Wärmesektor.

Um die Sektorenkopplung zu forcieren erwarten die Umfrageteilnehmer von der Politik vor allem finanzielle Entlastungen bei Abgaben wie der EEG-Umlage. Gefordert werden zudem technologiespezifische Investitionsbeihilfen sowie eine Ausweitung des EU-Emissionshandelssystems auf den Wärme und Verkehrsbereich. (hcn)

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