Donnerstag, 21. September 2017
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13 September 2017 | 11:00

Emden gewinnt Stadtwerke-Award 2017

Manfred Ackermann, Geschäftsführer der Stadtwerke Emden, und Christine Ingram von der Stabsstelle Organisation & Projekte bei den Stadtwerken Emden (Mitte) nehmen Preis und Urkunde zum ersten Platz entgegen., Bild: Alexander Heimann
Bild: Alexander Heimann
Manfred Ackermann, Geschäftsführer der Stadtwerke Emden, und Christine Ingram von der Stabsstelle Organisation & Projekte bei den Stadtwerken Emden (Mitte) nehmen Preis und Urkunde zum ersten Platz entgegen.
Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Stadtwerke Crailsheim für ein umfassendes energetisches Sanierungskonzept. Platz drei geht an die Stadtwerke Schweinfurt.

Mit einem ganzheitlichen Entwicklungspfad hin zu einer Smart City haben sich die Stadtwerke Emden im Wettbewerb um den Stadtwerke Award 2017 durchgesetzt. Im Rahmen des VKU-Stadtwerkekongresses nahm der Geschäftsführer der Stadtwerke Emden, Manfred Ackermann, die Auszeichnung „Stadtwerk der Zukunft 2017“ gestern Abend in Mainz entgegen. „Die Stadtwerke Emden erfinden ihre Rolle als Stadtwerk neu. Sie verbinden Menschliches mit technisch Möglichem und sind auf dem Weg in eine Smart City“, betonte Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH und Initiator des Stadtwerke Awards. Hinter dem Preis stehen neben der Stadtwerke-Kooperation, Innnovation Congress (ICG) und die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK).

Ganzheitliche Digitalisierungs-Roadmap

Der norddeutsche Kommunalversorger verbindet die Entwicklung der Seehafenstadt zu einem CO2-neutralen Produktionsstandort mit den Ansprüchen der Menschen an ein attraktives und modernes Arbeits- und Lebensumfeld. Dazu setzt das Unternehmen mit der Stadt eine ganzheitliche Digitalisierungs-Roadmap um. Die gesamte Emdener Energieinfrastruktur wird zu einem intelligenten, rein regenerativen und weitgehend autarken System umgebaut.

Ein weiterer Baustein der Emdener Roadmap ist der Aufbau einer Telekommunikationsinfrastruktur, um die Bedürfnisse der Menschen des 21. Jahrhunderts nach einer schnellen digitalen Infrastruktur zu befriedigen und gleichzeitig die Voraussetzung zur Steuerung eines hoch flexiblen und dezentralen Energiesystems zu schaffen.


Crailsheim: "Vorzeigeprojekt für die kommunale Dekarbonisierung"

Den zweiten Platz haben die Stadtwerke Crailsheim mit der Entwicklung des Klimaquartiers „Zur Flügelau“ gewonnen. „Das energetische Sanierungskonzept ist ein Vorzeigeprojekt für die kommunale Dekarbonisierung und setzt ein Signal für moderne und bürgernahe Stadtentwicklung“, zitierte Becker die Jurybegründung. Im baden-württembergischen Crailsheim verwirklicht das dortige Kommunalunternehmen ein ganzheitliches neues Geschäftsmodell für Stadtwerke und verbinden Klimaschutz mit städtebaulichen sowie sozialen Anforderungen wie altersgerechtes und energieeffizientes Wohnen.

Das in Crailsheim entwickelte ganzheitliche Sanierungsmanagement beinhaltet eine Modernisierung des Nahwärmenetzes und weiterer Versorgungsstrukturen und schafft über ein initiiertes Expertennetzwerk für Sanierungsfragen Möglichkeiten für die regionale Wirtschaft.


Umfassende und ganzheitliche Stadtteilsanierung in Schweinfurt

Auf dem dritten Platz behaupten sich die Stadtwerke Schweinfurt. Als preiswürdig befand die Jury dort, vor dem Hintergrund der Tücken des Gemeinderechts, das Engagement des Kommunalversorgers bei der Entwicklung der Konversionsfläche „Askren Manor“. „Der Gewinner des dritten Platzes zeigt, wie man die Herausforderungen bei der Entwicklung von Konversionsflächen meistert und schon heute Sektorkopplung erfolgreich umsetzt“, betonte Becker.

In Schweinfurt entsteht auf einer Konversionsfläche einer früheren US-Militärbasis  eine neue Kleinstadt. Neben einer sozial und demografisch ausgewogenen Stadtteilsanierung werden dort eine flächendeckende Glasfaserversorgung aufgebaut, intelligente Messsysteme implementiert sowie eine öffentliche und private Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge aufgebaut. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr rundet das Gesamtkonzept ab. Die Stadtwerke positionieren sich mit ihrem Gesamtkonzept als starke Partner der Stadt und der Bürger. (mn)

Weitere Informationen:
www.award.stadtwerkekongress.de

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Zahl des monats

428

Mio. Tonnen Kohlendioxid wurden energiebedingt
im ersten Halbjahr ausgestoßen. Laut der Denkfabrik
Agora Energiewende bedeutet dies, verglichen mit 2016, einen Anstieg von fünf Mio. Tonnen oder 1,2 Prozent.