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04 August 2017 | 10:16

Wo Erneuerbare am besten vorankommen

Bei der Entwicklung von Strom aus Wind, Sonne und Co. haben Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern den größten Sprung gemacht. Mit Grafik.

Ein Hintergrundpapier der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) fasst die Entwicklung des Stromsektors in den Bundesländern 2015 zusammen. Das auf Basis von Daten im AEE-Länderportal Föderal Erneuerbar erstellte Papier zeigt dabei nicht nur Stand und Entwicklung des Ausbaus der Regenerativen, sondern geht auch auf die Effizienz der Stromnutzung sowie die Klimawirkung des Kraftwerksparks in den Ländern ein.

Demnach wuchs 2015 in allen Bundesländern die Stromerzeugung aus Erneuerbaren. Die Ausprägung war allerdings unterschiedlich: Den größten Sprung machte hier Schleswig-Holstein mit einem Plus von 44,6 Prozent gegenüber 2014. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen gab es mit Wachstumsraten von jeweils über 20 Prozent eine schnelle Entwicklung. In Baden-Württemberg, Bayern und Bremen war der Zuwachs hingegen deutlich geringer.

Mecklenburg-Vorpommern Spitzenreiter mit über 70 Prozent

Das Hintergrundpapier beleuchtet zudem die genaue Zusammensetzung des Stromixes in den Ländern (siehe Grafik, Quelle: AEE). Den größten Anteil der erneuerbaren Energien erreichte Mecklenburg-Vorpommern mit 70,2 Prozent. Auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein wird mehr als die Hälfte des erzeugten Stroms durch Windmühlen, Photovoltaikanlagen, Biomasse- und Wasserkraftwerke gewonnen.



Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein können sich mit dem im Land erzeugten Regenerativstrom rechnerisch schon jeweils komplett selbst versorgen. Dennoch, so der Hinweis der AEE, sei in den meisten Ländern die Stromerzeugung noch konventionell geprägt. "Es gilt also, das Wachstum der Erneuerbaren im Stromsektor konsequent weiterzuführen, die Stromerzeugung zu dekarbonisieren und diesen sauberen Strom dann auch für Wärme- und Verkehrszwecke nutzbar zu machen", bilanzierte Nils Boenigk, stellvertretender AEE-Geschäftsführer. (sg)

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165 000

Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.