Die Landesregierung in Magdeburg hat ein Klima- und Energiekonzeopt für Sachsen-Anhalt vorgelegt.
Bild: © marcus hofmann/AdobeStock

Sachsen-Anhalt fragt Bürger zum Klima- und Energiekonzept

Der Entwurf für Sachsen-Anhalts Klima- und Energiekonzept steht. Bei vielen Punkten des Konzepts seien die Bürger selbst gefragt, heißt es in Magdeburg.

Insgesamt seien 71 Maßnahmen aufgeführt, mit denen Sachsen-Anhalt sein Klimaschutzziel erreichen kann, sagte Umwelt- und Energieministerin Claudia Dalbert (Grüne) am Mittwoch in Magdeburg. Dazu gehörten zusätzliche Solarmodule auf Dächern und Speichermöglichkeiten in den Gebäuden ebenso wie die vermehrte Nutzung industrieller Abwärme und die Etablierung von mehr Mischwäldern.

Das bis zum Jahr 2030 angelegte Konzept macht jeweils die Auswirkungen auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen, die Kosten, Umsetzbarkeit und auch Hemmnisse transparent. "Das ist ein Meilenstein in der Energie- und Klimapolitik", meinte die Ministerin.

Beteiligung der Öffentlichkeit bis zum 30. September

Im September seien die Bürger nach ihren Anmerkungen gefragt. Bis zum 30. September soll die Öffentlichkeitsbeteiligung laufen. Dazu werde es ein Internet-Portal geben. Interessierte können dort laut Ministerium direkt an die passenden Stellen des Entwurfs ihre Hinweise schreiben. Das komplette Klima- und Energiekonzept soll im Dezember stehen.

Die schwarz-rot-grüne Koalition in Sachsen-Anhalt hatte sich das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 auf 31,3 Mio. Tonnen zu begrenzen. Laut dem Umweltministerium gibt es noch eine Lücke von etwas mehr als 1,8 Mio. Tonnen.

Auswahl aus 330 Vorschlägen

Laut Dalbert waren zusammen mit Ministerien und anderen Behörden, Verbänden, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern 330 Vorschläge zur Reduktion der Treibhausgase gesammelt worden. Daraus seien die 71 konkreten Maßnahmen zusammengefasst worden.

Bei vielen Punkten des Konzepts seien die Bürger selbst gefragt. Klimafreundliches Einkaufen, die Bemühung, keine Lebensmittel wegzuschmeißen und den öffentlichen Nahverkehr stärker zu nutzen, gehörten dazu. Das müsse mit Informationen und Kampagnen begleitet werden, sagte Dalbert. Das Konzept mache bei diesen Maßnahmen auch transparent, dass die Auswirkungen auf die Minderung der Treibhausgase nicht berechenbar sind. (dpa/hil)