Umweltfreundlich – neben der elektrischen Tram haben die Stadtwerke Augsburg auch viele erdgasbetriebene Busse im Portfolio. Bild: © SWA

Analyse: Öffentlicher Verkehr größter Gewinner

Der Öffentliche Personenverkehr (ÖPV) hat in den vergangenen zehn Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Dies besagt die bundesweite Mobilitätsstudie des Meinungsforschungsinstitut Infas.

Der Öffentliche Personenverkehr (ÖPV) mit Bussen und Bahnen wird in den Augen der Kunden immer attraktiver. Laut der neuesten Auflage von „Mobilität in Deutschland“ (MiD), der bundesweiten Mobilitätsstudie des Meinungsforschungsinstitut Infas im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums, ist der ÖPV der große Gewinner. Seit der letzten Erhebung im Jahr 2008 ist der ÖPV-Marktanteil nach Personenkilometern von 15 auf 19 Prozentpunkte gestiegen. Das ist der stärkste Zuwachs aller Verkehrsträger, betont der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). In den vergangenen neun Jahren sei der Öffentliche Personenverkehr damit bei den Personenkilometern um 26 Prozent gewachsen.

VDV-Präsident Jürgen Fenske: „Dieser Trend ist nicht nur sehr erfreulich, sondern er bestätigt auch unsere tägliche Wahrnehmung in den Verkehrsunternehmen. Immer mehr Menschen nutzen das gute Bus- und Bahnangebot in Deutschland, die seit 20 Jahren jährlich steigenden Fahrgastzahlen bestätigen das." Das Ziel als Branche sei es, bis zum Jahr 2030 im Personenverkehr um weitere 30 Prozent und im Schienengüterverkehr um weitere 22 Prozent zu wachsen und damit Marktanteile hinzu zu gewinnen.

Die politischen Rahmenbedingungen müssen passen

Für mehr Öffentlichen Verkehr in Deutschland müssen allerdings die politischen Rahmenbedingungen weiter verbessert, Kapazitäten ausgebaut und Zugangsbarrieren zum Nahverkehr abgebaut werden. "Und auch in ländlichen Räumen wollen wir mit Blick auf die Klimaschutzziele und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse vor Ort die Potenziale des Öffentliche Verkehrs nutzen, zum Beispiel über verbesserte Angebote für Pendler“, so Fenske. (al)