Neue Optionen für Energiegenossenschaften

Wie Bürgerenergiegenossenschaften jenseits der EEG-Vergütung neue Geschäftsmodelle erschließen können, soll eine Studie zeigen.

Die Energieagentur Rheinland Pfalz und das dortige Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften (LaNEG) haben eine Studie in Auftrag gegeben, die zeigen soll, wie sich jenseits der EEG-Vergütung neue Geschäftsmodelle erschließen lassen. Vorgestellt werden verschiedene Entwicklungstrends, "mit denen Energiegenossenschaften den erfolgreichen Wandel in die Zukunft vollziehen können", wirbt die Energieagentur Rheinland Pfalz. "Für die Energiewende in Bürgerhand sind gerade Energiegenossenschaften unabdingbar", betonte der rheinland-pfälzische Wirtschaftssekretär Uwe Hüser anlässlich der Veröffentlichung.

Bedeutend für den Erfolg sei, wie die Genossenschaften Geschäftsmodelle – wie etwa Energieeffizienz und Elektromobilität – umsetzen. Die Energieagentur unterstützt die Genossenschaften dabei mit einem vielfältigen Angebot. Dazu gehören Informationen und Workshops.

Die Studie "Geschäftsmodelle für Bürgerenergiegenossenschaften" ist vom Netzwerk Energiewende Jetzt, der 100 Prozent Erneuerbar Stiftung und Storegio Energiespeichersysteme erarbeitet worden. Sie lässt sich unter http://www.energieagentur.rlp.de/fileadmin/user_upload/Buergerenergiegenossenschaften_Broschuere_160210_Small.pdf abrufen.

Eine Stärkung hatten zuletzt die Bürgerenergiegenossenschaften auch vom Bundesministerium erhalten. So hatte Staatssekretär Rainer Baake auf der E-World verkündet, man wolle die Akteursvielfalt in der Erneuerbaren-Branche erhalten. Ein neues Konzept soll daher sicherstellen, dass diese Genossenschaften künftig leichter an Ausschreibungen für Windenergie teilnehmen dürfen. Sie sollen im Gegensatz zu den anderen – häufig größeren – Akteuren bereits vor der Erteilung einer Genehmigung für Windkraftanlagen und unter erleichterten finanziellen Bedingungen ein Gebot abgeben können. (sg)